Der Franzose drückte seine Zigarette aus und erhob sich. "Brauchst du irgendwas?" fragte er über die Schulter, als er vor der Küche stand.

"Ein neues Herz....oder einen, der mir mit einem Holzhammer Verstand einbleut..." murmelte Victor und sah an die Decke. "Etwas zu trinken wäre schön..." meinte er dann etwas lauter.

Alain brachte ihm etwas zu trinken und setzte sich auf den Bettrand. "Warum ein neues Herz? Den Holzhammer könnte ich besorgen." meinte er leise und sah geradeaus.

Victor sah ihn an und sofort wieder weg, er spürte, wie seine Ohren anfingen zu glühen. Er hatte nicht vermutet, das Alain sein Gemurmel verstanden hatte. Er griff nach seinem Glas und trank einen Schluck, versuchte sich zu sammeln und eine Antwort zu formulieren. "Weil es einen Defekt hat..." platzte er dann heraus, genau wissend, das es eigentlich eine völlig bescheuerte Antwort war.

"Ein Defekt?" Alain sprach leise "Aber du bist nicht krank." er erhob seinen Oberkörper etwas um sich drehen zu können und ihn anzusehen.

"Nein....es ist auch kein krankheitsbedingter Defekt....eher ein verstandesmäßiger.." murmelte Victor und stellte das Glas auf seinen Nachttisch. Dann richtete er sich vorsichtig auf, lehnte sich an das Kopfteil, sah Alain an. "Ich weiß nicht, wie ich es sagen kann.."

Alain sah ihn nur verständnislos an. "Was hast du Victor?" fragte er und drehte sich gänzlich zu ihm um, schlug ein Bein unter.

"Was ich habe? Seit ich dich kenne, keinen Funken Verstand mehr im Kopf..." Victor seufzte und schüttelte über sich selbst den Kopf. "Wenn ich sage, was mir auf der Zunge liegt, dann begebe ich mich noch weiter in deine Hand, als ich es ohnehin schon getan habe. Du kannst es gnadenlos gegen mich ausspielen....und ich habe Angst davor. Wenn es erst mal laut gesagt ist, lässt es sich nicht mehr zurücknehmen." Er zog die Beine an, kuschelte sich in seine Decke und legte sein Kinn auf die Knie, den Blick abgewandt.

"Was? Das du mich liebst?" Alain rümpfte die Nase "Das weiß ich doch." er zuckte die Schultern und sah wieder geradeaus.

Victor sah ihn an wie vom Donner gerührt und mit einem Schlag war sämtliche Unsicherheit von ihm abgefallen. "Es ist wirklich interessant, was du so alles zu wissen glaubst....Alain. Eigentlich wollte ich dir nur durch die Blume mitteilen, das ich permanent scharf auf dich bin.....und dass das eine Seite ist, die ich an mir nicht kenne. Wenn du gedacht hast, ich liebe dich, dann hast du dich getäuscht......mit Liebe hat das nichts zu tun." Victor zitterte innerlich...nie im Leben würde er zugeben, das er ihn liebte.

Alain schmunzelte. "Meinst du Victor? Ich weiß was ich weiß." er sah ihn wieder an und lächelte noch immer. "So? Du bist also permanent scharf auf mich?" er grinste.

"Ach rutsch mir doch den Buckel runter..." grummelte Victor. "Du drehst dir meine Worte so zurecht, wie du es willst. Ich sagte schon mal, ich bin jung und gesund....da ist das normal. Nur seit ich dich kenne...ist das irgendwie noch schlimmer geworden.."

"Was zierst du dich, mon cherie? Schämst du dich?" er lächelte amüsiert und beugte sich zu ihm vor, fuhr ihm über die Brust.

Nein...ich bin nur irritiert. Bis dato dachte ich immer, ich sein heterosexuell....aber seit ich dich getroffen habe, scheint nichts mehr zu stimmen......meine ganze Weltanschauung steht total Kopf." Victor seufzte leise und schauderte unwillkürlich, als Alain ihm über die Brust strich. Jede Berührung des Franzosen brannte wie Feuer in seinen Adern und er konnte nichts dagegen tun.

"Das hat die Liebe so an sich, mon cherie." er beugte sich noch weiter vor und küsste seine Brustwarze, leckte darüber.

"Ich liebe dich nicht....." Victor beharrte auf seinem Standpunkt und keuchte leise auf, als Alain seine Brustwarze küsste. Seine Hand wanderte wie von selbst in den Nacken des Franzosen, begann ihn zu kraulen, fuhr ihm in die Haare, spielte mit einer Strähne. Er liebte das Spiel mit Alains Haaren, es war wie ein Gefühl von Seide auf seiner Haut.

"Doch, tust du...wehr dich nicht dagegen." raunte er und biss sanft in seinen harten Nippel. Seine Fingerspitzen glitten über seinen flachen Bauch, spielten mit Victors Bauchnabel.

"Ich will mich aber wehren, ich will dich nicht lieben..." keuchte Victor erstickt, vergrub seine Hand fester in Alains Haaren. "Ich will nicht..."

"Warum nicht?" raunte Alain und begann mit den fingern an seiner anderen Brustwarze zu spielen, sie zu umranden und daran zu ziehen. Während sein Mund immer weiter nach unten glitt. Tief stieß er seine Zungen in Victors Bauchnabel.

"Weil ich nicht will..." Victor wurde lauter und dann wieder leise, stöhnte und verfluchte sich, weil er nicht wiederstehen konnte. "Ich steh nicht auf einseitige Liebesbeziehungen..." platze es schließlich aus ihm heraus, während seine Hand über die Decke glitt, um sich darin festzukrallen.

"Aber den Sex nimmst du mit?" fragte er und biss leicht in den Stoff von Victors Boxer, strich mit den Lippen über seinen Schritt, während seine Finger sich weiter seinen Brustwarzen widmeten.

"Was habe ich denn sonst?" murmelte Victor und hob sich Alain entgegen. Sein Körper reagierte automatisch, er sehnte sich nach dem Franzosen, begehrte ihn.

Alain biss in den Saum seiner Boxer und zog ihn herunter, legte Victors Glied frei und leckte langsam darüber. "Was willst du denn noch?"

"Alles.....Alain.....ich will....alles." Victor sprach abgehackt, die Lust hatte sich seiner bemächtigt. "Ich will etwas, was du mir niemals geben kannst und wirst..." Sein Blut rauschte durch seine Adern, sammelte sich in seinem Glied, das sich durch Alains Zuwendung steil aufrichtete und dumpf pochte.

„Alles? Was willst du von mir?" raunte er und leckte erneut über Victors Glied, betrachtete es als es sich aufrichtete. Seine Zungenspitze kitzelte die empfindliche Eichel.

"Ich will......ich will..." Victor keuchte lauter, hob sich ihm weiter entgegen. "Ich will geliebt werden....ich will von dir geliebt werden.." Er schwieg erschrocken, jetzt war es heraus und konnte nicht mehr zurückgenommen werden. Im Stillen verfluchte er sich, aber es hatte ihn förmlich weggerissen....er hatte es nicht mehr für sich behalten können. "Vergiss es..." murmelte er leise. "Das war dumm....."

Alain hob den Kopf, lächelte. Er hob seinen Oberkörper an und küsste ihn sanft auf die Lippen. "Ich weiß." wisperte er. Er übersäte Victors Oberkörper mit Küssen, knabberte voller Hingabe an seinen Brustwarzen.

Victor erwiderte den Kuss und kämpfte mit den Tränen. Er fühlte sich wie zerrissen......alles in ihm schrie, Alain von sich zu stoßen, ihn wütend zu machen, ihn so zu reizen, das er sich vergaß und ihn tötete...dann würden seine Gedanken endlich zur Ruhe kommen, er müsste nie mehr über die Sinnlosigkeit seiner Gefühle nachdenken. Und andererseits hob sich sein Körper ihm entgegen, verlangte nach mehr, mehr Berührungen, mehr Zärtlichkeiten, wollte ihn schmecken, fühlen und riechen und das für alle Ewigkeit. Victor ergab sich, er vergrub beide Hände in Alains Haar und hob sich ihm fordernd entgegen.

Alain umfasste seine Taille und zog ihn unter sich. Er biss in seinen Hals und saugte an der hellen Haut, während er ungeduldig an den Knöpfen seines Hemdes riss.

Victor legte den Kopf zur Seite, gewährte Alain besseren Zugang. Es machte ihn wahnsinnig vor Lust, wenn er ihn biss...der leichte Schmerz löste ein Ziehen in seinem Unterleib aus, das kaum zu übertreffen war. Er löste seine Hände von ihm und begann, selbst das Hemd aufzuknöpfen, wollte endlich seine Haut auf seiner spüren.

Alains Fingernägel kratzten über Victors Seiten. Er schob ihm ungeduldig die Boxer ganz von den Beinen und drängte sich dazwischen. Er knabberte an seinem Ohr, leckte darüber.

Victor hob seinen Hintern an, um Alain das Abstreifen der Boxer zu erleichtern. Willig spreizte er die Beine, die Lust hielt ihn mittlerweile fest in ihren Klauen. Er stöhnte lauter, rieb seinen Unterleb an dem des Franzosen, krallte sich in seine Schultern. "Alain.....bitte..." keuchte er.

"Noch lange nicht, mon cherie." schnurrte er an seinem Ohr. Er fuhr über seine Oberschenkel und stellte sie an, fuhr an der Hinterseite zurück. Er schob Victor einen Finger in den Mund und ließ diesen dann in ihn eindringen.

Victor stöhnte laut und krallte die Hände fester in Alains Schultern. Er wollte ihn spüren und keuchte frustriert. Als Alain ihm den Finger in den Mund steckte, saugte er daran, umschmeichelte ihn in seiner ganzen Länge. Ein lauter Schrei entwich ihm, als der Franzose ihn in ihn schob und er hob sich ihm entgegen, soweit er es vermochte.

Alain tastete die empfindliche Darmwand ab, fand sein Ziel in Victors Prostata und ließ seinen Finger leicht dagegen stoßen. Er schob ihm seine Zunge in den Mund und berauschte sich an Victors Geschmack.

Victor erwiderte das Spiel mit der Zunge, Schweiß glänzte auf seinen Oberkörper, sein Atem ging schwer. es war unmenschlich...die Lust, die Alain in ihm entfachte, nicht mehr mit normalen Maßstäben zu messen. "Bitte...." keuchte er abgehackt. "Ich halt es nicht mehr aus, es verbrennt mich von innen....ich will dich spüren...ich muss dich spüren, sonst verliere ich den Verstand..." Seine Stimme war rau und keuchend.

Alain schob einen zweiten Finger in, massierte mit dem Daumen seinen Hoden. "Noch nicht, mon cherie..." raunte der Vampir und knabberte an einer von Victors hart aufgerichteten Brustwarzen

"Dann bist du schuld, wenn mir die Sicherung durchbrennt und ich in Zukunft nur noch als sabberndes Etwas durch die Gegend rennen werde, ohne Sinn und Verstand..." keuchte Victor heiser und schrie erneut auf, als Alain einen zweiten Finger in ihn schob.

„Das ist es mir wert." raunte er und leckte über seine Brust, stieß seine Finger tief in ihn.

Victor stöhnte nur noch, Sätze zu bilden, dazu war er nicht mehr fähig. Sein Glied pulsierte, sein Unterleib kribbelte beinahe unmenschlich, Schweiß lief ihm an den Schläfen hinab und der Griff in Alains Schulter wurde immer fester, so fest, das seine Knöchel bereits weiß hervortraten.

Der Franzose zog seine Finger zurück und rieb seine eigene Erregung an Victor. Stupste mit seiner Eichel gegen den Muskelring, während er erneut in Victors Mund um die Vorherrschaft kämpfte.

"Alain......." Victor bog den Kopf in den Nacken und biss sich auf die Lippen. "Quäl mich nicht mehr länger, mon ange noir....." Er drängte sich ihm entgegen, erwiderte den Kuss hungrig, schwelgte in seinen Geschmack.

Der Vampir schob sich in ihn und verharrte einen Moment, um sich dann langsam zu bewegen. "Sag es noch mal..." wisperte er an Victors Ohr.

"Bitte....." stöhnte Victor und drängte sich ihm ungeduldig so weit ging entgegen. "Quäl mich nicht.....mach es mir........mon ange moir....bitte!" Er bog den Kopf zur Seite. "Deinen Schwanz in mir und deine Zähne in meinem Hals....." keuchte er abgehackt.

Alain begann sein Becken heftiger zu bewegen, knabberte an Victors Hals und versenkte schließlich seine Zähne in der anderen Seite seines Halses. Trank diesmal jedoch nicht, sondern genoss einfach das Gefühl zu einem teil zu verschmelzen.

Victor bewegte sein Becken gegen ihn, hatte eine Hand auf seinem Nacken liegen und die andere immer noch in seine Schulter gekrallt. Er leckte sich die Lippen, dirigierte den Franzosen so, das er genau seinen Lustpunkt traf. der reiz der dadurch in seinem Innern ausgelöst wurde, war unbeschreiblich...Victor hielt die Luft an, als das Kribbeln unerträglich wurde und ließ sie mit einem lauten Schrei wieder hinaus, als er unvermittelt zum Höhepunkt kam.

Alain folgte ihm auf dem Fuße. Er löste seine Zähne aus Victors Hals und küsste ihn gierig. "Mon cherie..." schnurrte er an seinem Ohr.

Victor war unfähig, irgendetwas sinnvolles von sich zu geben, er jappste nach Luft, hatte die Augen geschlossen und versuchte mühsam, sich zu beruhigen. Langsam löste er seine Hand von Alains Schulter, streichelte aber weiterhin seinen Nacken. Innig erwiderte er den Kuss.

Alain schmiegte sich an ihn, er hatte sich zurückgezogen, blieb aber auf dem Menschen liegen. Als er den Kuss löste, vergrub er das Gesicht an seiner Halsbeuge

Victor hatte sich beruhigt, sein Puls raste nicht mehr und er genoss die abklingende Erregung und Alains Nähe im allgemeinen. Streichelnd fuhr er seinen Nacken entlang, strich über seine Schultern, um seine Finger dann in seinen Haaren zu vergraben und hingebungsvoll mit einer Strähne zu spielen..

Alain seufzte leise, schloss die Augen. "Soll ich dich töten?" fragte er leise.

„Willst du das?" fragte Victor und sah an die Decke. "Sag mir, was du willst, Alain....meine Ansicht kennst du bereits."

Der Vampir sagte gar nichts, er genoss einfach wieder die Nähe von Victor.

"Kannst oder willst du mir nicht antworten?" fragte Victor nach einer Weile leise. Sein Tonfall war liebevoll und nun bemerkte er erst, wie niedrig seine Deckung eigentlich schon war...er hatte viel von seiner schnodderigen Art eingebüßt.

"Beides, Victor, beides." meinte er leise. "Aber vielleicht werde ich es eines Tages tun."

"Dann werde ich mich wohl damit zufrieden geben müssen..." Victor schauderte leicht und griff nach der Decke, zog sie über sie beide. "Vielleicht werde ich eines Tages eine Antwort auf meine Frage bekommen...und vielleicht wirst du irgendwann einmal sagen, was ich hören will..." den letzten Teil des Satzes sprach er allerdings nicht aus.

"Du stellst nur die falschen Fragen, Victor." meinte er leise.

"Ich stelle die falschen Fragen?" Victor sprach bedächtig, überlegte. Mit einer Hand kraulte er Alains Nacken, die andere hatte er auf seinem Rücken liegen, fuhr mit den Fingern die Wirbelsäule auf und ab. "Alain.....ich habe Angst, manche Fragen zu stellen, weil ich mich vor der Antwort fürchte.."

"Und warum? Warum fürchtest du dich vor der Antwort?" der Vampir räkelte sich wohlig unter den Berührungen.

Victor dachte lange nach, es war schwierig, eine Antwort zu finden. Er wusste ja selbst nicht so genau, warum es so war. Wie würde es weitergehen? Was hatte Alain mit ihm vor? Wollte er ihn zu einem Vampir machen oder wollte er einen Zeitvertreib für eine Weile, der ihm total hörig und abhängig von ihm war? Auf dem Weg zu letzterem hatte Victor schon ein gutes Stück zurückgelegt, das wusste er selbst...er hatte sich in Alain verliebt und das machte ihn abhängig. Er seufzte leise: "Ich kann es dir nicht sagen, Alain, weil ich nicht weiß, wie ich es in Worte fassen soll."

Alain seufzte. "Wovor hast du wirklich Angst Victor?" fragte er leise.

Victor schloss die Augen, verharrte in seinem Streicheln, um dann unvermittelt wieder einzusetzen. "Vor mir....." flüsterte er nach einer Weile. "Vor meinen Gefühlen...davor, mich völlig selbst zu verlieren.....nicht mehr Victor zu sein. Verstehst du, wie ich es meine?"

Alain erhob sich leicht um ihn ansehen zu können. "Vielleicht entdeckst du aber auch erst deine wahre Persönlichkeit." meinte er lächelnd und küsste ihn.

Victor öffnete die Augen und sah ihn abschätzend an. "Ich weiß nicht, ich mag den Victor, den ich kenne....." er erwiderte den Kuss, seufzte leise. Die Hände in Alains Haar vergraben, drückte er sich an ihn und begann plötzlich, leise zu lachen. "Meine Knie zittern.....und ich kann nichts dagegen tun..."

"Deine Knie zittern? Weshalb?" fragte er und legte sich zurück.

"Ich weiß es nicht....." Victor lachte immer noch und begann dann, mit den Zähnen zu klappern. "Ich fühl mich total fertig......" bibberte er und atmete tief ein und aus.

Alain runzelte die Stirn. "Geht es dir nicht gut?" fragte er und fühlte Victors Stirn.

"Ich friere.....mir ist heiß und ich habe wahnsinnigen Durst.....und das alles gleichzeitig." klapperte Victor. "Aber das wird schon wieder.......morgen früh ist alles vorbei." Er lächelte etwas schief und zog die Decke noch etwas fester.

"Du hast Fieber, du Trottel." stellte Alain fest und erhob sich. Er holte die zweite Decke aus dem Wohnzimmer und stopfte sie um Victor fest.

"Danke..." murmelte Victor und vergrub sich bis zur Nasenspitze in die Decken. Er sah Alain an und lächelte leicht. "Tut mir leid......"

"Was tut dir leid?" fragte der Franzose leicht verblüfft und griff nach der Tasse um einen neuen Tee zu kochen.

"Das ich Umstände mache..." meinte Victor leise und drehte den Kopf zur Seite, schloss die Augen. Er fühlte sich müde, schwach.......er zog die Decke noch enger um sich, um sie gleich darauf wieder abzustreifen, weil er schwitzte.

Alain betrachtete ihn stirnrunzelnd, er strich ihm durchs Haar und betrachtete seine Hand die nass glänzte. Er nahm sich eine Schüssel mit kalten Wasser, Tücher und Handtücher. Er packte Victor Wadenwickel, kühlte seine Stirn und ließ ihn gleichzeitig schwitzen.

Victor war eingedöst, er fieberte und wurde von Alpträumen geplagt.....er rief nach seiner Mutter, wälzte sich unruhig hin und her. "Alain.....murmelte er leise und suchte auf der Bettdecke, tastete nach ihm. "Geh nicht weg...."

Der Franzose hatte sich wieder angezogen und saß an Victors Bett, fragte was er hier tat. Er griff nach seiner Hand und wechselte, etwas umständlich zwar, aber dennoch, die Wickel und das Tuch. "Ich bin da, Victor." meinte er leise und küsste seinen Handrücken.

"Das ist gut," murmelte Victor und wurde ruhiger. Irgendwann glitt er in einen tiefen Schlaf über, die ganze Zeit hielt er Alains Hand eisern fest.

Alain hielt Victors Hand fest in den seinen, hielt sie an seinen Lippen und bewachte seinen Schlaf. Er tauschte noch einmal das Tuch und küsste ihn sanft auf die Lippen. "Dummer Mensch." wisperte er.

Nach ein paar Stunden wachte Victor auf, er fühlte sich zwar wie gerädert und schlapp, aber ihn fror nicht mehr und er fühlte sich auch nicht mehr so heiß an. Vorsichtig versuchte er, sich aufzusetzen.

"Du solltest liegen bleiben." meinte Alain und drückte ihn bestimmt an der Schulter nach unten. "Wie geht es dir?"

"Besser...." flüsterte Victor. "Ich hab nur wahnsinnig Durst und fühl mich so schlapp." Widerstandslos ließ er sich von Alain nach unten drücken.

Alain reichte ihm ein Glas Wasser, half ihm beim aufrichten und trinken. Er legte seine Hand auf Victors Stirn und nickte dann. "Das Fieber ist gesunken. Ihr Menschen haltet aber auch gar nichts aus." meinte er leise lächelnd und ergriff erneut Victors Hand.

"Was soll das heißen?" grummelte Victor, als er sich wieder zurücksinken ließ. "Ich bin normalerweise nie krank.....ich bin zäh. " Er sah ihn empört an, lächelte dann aber leicht. "Ich halt ne ganze Menge aus." Dankbar registrierte er Alains Hand auf seiner, verschlang seine Finger mit ihr.

Alain führte Victors Hand an seine Lippen, schloss die Augen und küsste seinen Handrücken. "Ja das stimmt, du bist zäh." wisperte er und strich liebevoll mit seinem Daumen über seinen Handrücken. Er lehnte mit seiner Wange an Victors Hand und hatte weiterhin die Augen geschlossen.

Victor kuschelte sich wieder unter seine Decke, gähnte und schloss die Augen, freute sich an der Berührung und das Alain in seiner Nähe war. "Was werden wir in Schottland tun?" fragte er leise und unvermittelt. "Meinst du, ich kann dort wieder arbeiten? In einer Bar?"

Alain schmunzelte. "In Schottland?" er öffnete die Augen wieder und sah ihn an. "Wir werden bis nach London fliegen. Dort werden wir dann bis nach Edinburgh aufbrechen. Mit dem Zug, mit dem Bus...wir werden uns die Landschaft ansehen. In dieser Stadt angekommen, fahren wir weiter nach Merough. Dort kannst du deinen neuen Job an fangen. Du wirst kellnern in einer Bar, in einem gehobenen Ambiente." flüsterte er.

Victor öffnete die Augen wieder und sah ihn abschätzend an. "Du hast schon alles genau geplant.......gehobenes Ambiente." er ließ sich die beiden letzten Worte auf der Zunge zergehen und grinste dann. "Nicht schlecht...vielleicht treffe ich einen reichen Schotten, der mir schöne Augen macht....dann lass ich mich in Zukunft aushalten."

"Das würde ich nicht zulassen." flüsterte Alain und hielt Victors Hand noch immer an seinen Lippen, sah ihn über dessen Handrücken an.

"Du würdest es nicht zulassen? Warum?" Victor sah ihn fragend an, immer noch ein kleines Grinsen auf den Lippen.

"Weil du mir gehörst, das sagte ich doch bereits." meinte Alain und schloss erneut die Augen. "Niemand anders wird von deinem Blut kosten als ich und niemand anders wird diesen Körper berühren außer mir." er sprach so ruhig und leise, das man es ihm anmerkte, ... er meinte es tot ernst.

Victor wandte den Blick ab und schloss die Augen wieder. Er wusste, das Alain Recht hatte und deshalb fuhr er nicht auf.....er gehörte ihm, wenn auch vielleicht auf andere Weise wie dieser meinte. Victor wollte niemand anderen außer Alain, weil er ihn liebte. "Wenn du das sagst..." meinte er nach einer Weile leise und drehte den Kopf, um ihn anzusehen.

"Du weiß das es stimmt. Selbst wenn du versuchen würdest zu fliehen, ich würde es nicht zulassen." seine blauen Augen blitzten auf ,als er ihn ansah.

"Ich habe nichts dagegen gesagt, oder?" Victor sah ihn ruhig an. "Und ich werde nicht vor dir fliehen, ich weiß sehr gut, das ich dir nichts entgegensetzen kann. Außerdem würde ich das auch überhaupt nicht wollen."

Alain sagte nichts weiter, er schloss wieder die Augen. "Brauchst du noch etwas?" fragte er dann leise.

"Nur dich in meiner Nähe..." murmelte Victor fast tonlos und schloss die Augen. "Ich habe keinen Hunger, keinen Durst....sonst brauche ich nichts."

Alain sah ihn ungläubig an, musste dann aber lächeln. "Ist gut." meinte er und ließ Victors Hand los. Er zog sich aus und schlüpfte neben ihn. "Leider kann ich dich nicht wärmen." sagte er leise und lehnte sich mit dem Hinterkopf an das Kopfteil.

"Das macht nichts...es genügt mir, dich zu riechen und zu spüren...einfach zu wissen, das du da bist..." Victor hatten den Kopf in das Kissen vergraben, tastete im Halbschlaf nach Alains Hand.

Alain griff nach ihm und zog ihn zu sich heran, strich ihm über den Rücken, verschlang schließlich seine Finger mit den seinen. Erneute Erinnerungen überkamen ihn und ließen ihn wehmütig seufzen.

Victor schmiegte sich an Alain, seufzte leise ob der Berührungen, streichelte mit seinem Daumen seine Handinnenfläche. Er befand sich im Halbschlaf, hörte den Franzosen seufzen und flüsterte: "Tut es noch sehr weh?"

Alain sah ihn an. "Was?" fragte er verblüfft.

"Deine Erinnerungen, Alain....ich meine deine Erinnerungen." Victor seufzte leise und drückte sich noch enger an den Franzosen.

Alain sah schräg an die Decke und sagte gar nichts, er strich nur weiter über Victors Rücken. Nach einer ganzen Weile meinte er dann schließlich. "Ich vermisse ihn, aber es tut nicht mehr weh." und küsste ihn aufs Haar.

"Hmm...." murmelte Victor. "Ich vermisse manchmal meine Familie, vor allem meine Mutter. Seit ich zwanzig bin, stehe ich auf eigenen Füßen und sehe sie nicht mehr so oft. Bei uns zu Hause geht es immer fröhlich zu, das fehlt mir."

Alain streichelte ihn weiter. "Erzähl mir von deiner Mutter." bat er ihn leise. Er hatte nie eine gehabt und wollte schon immer gern wissen, wie es war eine Mutter zu haben.

"Meine Mutter? Sie ist klein und energisch, hat uns alle herumgescheucht und kommandiert.......aber wenn wir was ausfressen hatten, hat sie uns anderen gegenüber immer in Schutz genommen, uns erst zu Hause unter vier Augen die Hölle heiß gemacht.." Victor lachte leise, seine Stimme war liebevoll. "Und mein Bruder und ich haben oft was ausgefressen. Egal, was ich habe, wenn ich einen Rat brauche gehe ich zu ihr.....sie hört sich alles geduldig an und sagt ihre Meinung...unverblümt und direkt. So macht es mein Vater, mein Bruder.....wir lieben sie bedingungslos, so wie sie uns liebt..."

Der Vampir lauschte und nickte nur. Seine Mutter, ja seine Mutter kannte er nicht einmal. Eigentlich hatte er auch nie das Bedürfnis danach gehabt, denn wenn er sie gefunden hätte ... er glaubte nicht das ... er kniff die Augen zusammen und verdrängte diese Gedanken. Alain hatte ihn aufgenommen und erzogen gehabt, hatte ihn geliebt und beschützt. Er brauchte keine Mutter.

Victor schwieg und genoss das Streicheln. Er war müde, aber die Stimmung zwischen ihnen war gerade so entspannt, das er unbedingt wach bleiben wollte.....er wollte sich mit Alain unterhalten, wollte dessen Stimme lauschen, die mit ihrem leichten Akzent so angenehm klang. Leider war das vergebende Liebesmüh, nach kurzer Zeit war er eingeschlafen, ohne sich dagegen wehren zu können.

Alain bemerkte das Victor eingeschlafen war und entzog sich ihm sanft. Er deckte ihn ordentlich zu und zog sich selbst auf den Balkon zurück. Dort zündete er sich eine Zigarette an und ließ mit einem befreienden kleinen Seufzer seine Flügel erscheinen. Pechschwarz glänzten sie und spiegelten den Mondschein wieder. Er hockte sich auf die Brüstung, ließ einen Arm schlapp zwischen seinen Beinen hängen und sah dem blauen Dunst nach. Er breitete sie aus, begleitet von einem Geräusch sich aufblähender Segel und seufzte erneut. Der frische nachtwind umspielte die einzelnen Feder und kühlte sie, bauschte sie auf, ließ sie sich entspannen.

Nach einer ganzen Weile wachte Victor auf, weil er dringend auf die Toilette musste. Er tastete im Halbschlaf nach Alain, fand ihn nicht und das machte ihn schlagartig wach. Er setzte sch auf, lauschte, konnte aber nichts hören. < Er wird wohl gegangen sein....> dachte er und ein Gefühl der Enttäuschung breitete sich in ihm aus. Er stand auf, lief auf wackligen Beinen hinüber ins Bad und erleichterte sich. Auf dem Rückweg sah er ins Wohnzimmer, bemerkte die offenen Balkontür und trat näher. Victor sah Alain auf der Brüstung sitzen, lehnte die Arme auf die Couch und betrachtete ihn lange Zeit schweigend. Er war schön......eben sein ange noir. Er lächelte leicht und wandte sich zur Wohnzimmertür, um wieder ins Bett zu gehen.

Alain schnippte seinen Stummel über die Brüstung, sah dem glühen in der Nacht nach und sprang von der Brüstung. Seine Flügel falteten sich wieder zusammen und waren binnen weniger Momente verschwunden. Er trat hinter Victor und nahm ihm gleichzeitig auf die Arme. "Du sollst doch nicht aufstehen." flüsterte er an seinem Ohr und trug ihn ins Bett.

"Ich musste.....sonst hätte es ein Unglück gegeben." meinte Victor leise, während Alain in ins Bett brachte. Er lächelte ihn an. "Ich habe gedacht, du wärst gegangen, da musste ich mir doch selbst helfen. Es geht mir gut...."

"So, dachtest du das. Na dann..." er legte Victor ins Bett und deckte ihn zu. Sein Handy begann zu klingeln und er ging ran, schloss die Schlafimmertür hinter sich und telefonierte. Nach einer Weile kam er wieder und setzte sich auf die Bettkante und legte prüfend seine Hand auf Victors Stirn.

Victor zuckte leicht zusammen, als das Handy anfing zu klingeln, es klang laut in der Stille der Wohnung. Er sah ihm nach und kuschelte sich in seinen Decke, legte den Kopf zur Seite und starrte die Wand an. Als Alain wieder kam, wandte er sich ihm zu und sah ihn an. "Du musst nicht bei mir bleiben, es geht mir gut. Wenn du etwas anderes zu tun hast, will ich dich nicht aufhalten." meinte er leise, als er seine Stirn befühlte.

"Willst du nicht!? Und wie kommst du darauf das ich etwas zu tun habe?" der Franzose sah ihn fragend an, strich ihm wie unbeabsichtigt über die Wange. "Schlaf weiter." meinte er leise.

"Es war nur eine Vermutung..." murmelte Victor leise und schloss die Augen, die leichte Berührung seiner Wange ließ ihn schaudern. Unbewusst tastete er nach seiner Hand, verschlang seine Finger mit seinen und vergrub den Kopf im Kissen. Tief atmete er ein und aus und war nach einigen Minuten tatsächlich wieder eingeschlafen.

Alain seufzte leise und blieb auf dem Bettrand sitzen, seine Hand in Victors behaltend. Er sah zum Fenster hinaus und beobachtete den Sonnenaufgang, zog sich immer weiter zurück.

Victor erwachte, als die ersten Sonnenstrahlen direkt auf sein Gesicht fielen. Er blinzelte und knurrte leise, sah dann hoch. "Alain...." Der Franzose schien der Sonne immer weiter ausgewichen zu sein und Er ließ Alains Hand los, krabbelte aus seinem Bett, ließ die Jalousie runter und zog den Vorhang zu. Er legte sich zurück in sein Bett und seufzte leise. "Warum hast du die Jalousie nicht eher herunter gelassen? " Victor tastete nach ihm und strich ihm über den Arm.

Alain zog seine Hand zurück, die leichte Verbrennungen davongetragen hatten und sah sie an. Er sagte aber nichts und lehnte sich an das Kopfteil an. "Ich hatte keine Lust." meinte er und sah an die Decke.

"Keine Lust? Alain, du bist unvernünftig...das Sonnenlicht verbrennt dich." Victor setzte sich auf und lehnte sich an das Kopfteil. "Das stimmt doch, oder?"

Alain zuckte die Schulter. "Direkter Kontakt ja. Ich werde mich also nie mit dir in der Sonne aalen können, mein Sonnenbrand wäre verheerend." er grinste.



"Ich würde mich auch nie mit dir in der Sonne aalen....ich bin so stolz auf meine weiße zarte Haut..." flötete Victor übertrieben. " Du bist unmöglich.....Sonnenbrand also wirklich.." Er schüttelte den Kopf und lachte leise, griff wieder nach seiner Hand. "Bist du nicht müde?"

Alain zog seine Hand zurück und legte sie hinter seinen Kopf. "Nein, noch nicht. Ich werde später schlafen." meinte er und stand auf. Er betrachtete im Wohnzimmer wohin das Sonnenlicht fiel und umging es großzügig.

Victor sah ihm stirnrunzelnd nach, lehnte den Kopf zurück und sah an die Decke. "Du hast deine Hand nicht zurückgezogen...du hast meine Hand gehalten..." er überlegte und plötzlich ging ihm ein Licht auf. "Du hast dich verbrannt..." flüsterte er leise. Er konnte es nicht fassen, warum tat Alain so was? Ein kleines Fünkchen Hoffnung begann in Victor zu leuchten.

Alain wusch die Wunde im Bad aus und verband sie, dann rauchte er eine Zigarette und huschte zurück ins Schlafzimmer. Er legte sich mit dem Rücken zu Victor, schob die Hand unter sein Kopfkissen und schloss die Augen.

Victor legte sich zurück und auf die Seite, streckte die Hand aus, strich über Alains Schultern und begann, seinen Nacken zu streicheln. "Schlaf gut, Alain..." murmelte er leise und robbte näher, drückte sich leicht an den Franzosen.

"Hm..." murmelte der Franzose, registrierte wohlig seufzend die Wärme in seinem Rücken. "Gute Nacht, Victor." hauchte er und schlief kurz darauf, tief und fest.

Victor kuschelte sich noch etwas an ihn und als er merkte, das Alain eingeschlafen war, zog er sich vorsichtig zurück und stand auf. Vorsichtig zog er sich eine Hose über und ging in die Küche, schmierte sich ein Brot und goss sich ein Glas Cola ein. Dann ging er hinüber ins Wohnzimmer, setzte sich aufs Sofa und sah aus dem Fenster hinaus.