Cole strahlte über das ganze Gesicht, erhob sich und ging zu Gabe, beugte sich zu ihm und küsste ihn zärtlich. „Danke....das ist ein wunderbares Angebot. Ich beeil mich auch murmelte er, als er sich von dem Dunkelhaarigen löste. „Ich revanchier mich bei Gelegenheit.

„Wer es glaubt. rief er Colin grinsend nach und begann dann das schmutzige Geschirr und die Überreste wegzuräumen. Nachdem er die Küche sauber gemacht hatte, lüftete Gabriel die Wohnung und packte dann auch seine Geschenke für die Familie zusammen.

Cole ging ins Bad und duschte sich ausgiebig. Als er sich abgetrocknet hatte, stellte er sich vor den Spiegel und seufzte....seine Haare bedurften dringend einen Besuch beim Friseur. Irgendwie schaffte es der Rothaarige dann aber doch noch, eine halbwegs anständige Frisur zustande zu bringen, bevor er ins Schlafzimmer huschte, um sich vollends anzuziehen. Colin grinste.....er hatte sich in Irland in einem Anflug von Größenwahn eine sündhaft teure Lederhose gekauft und die wollte er Gabe nun das erste Mal vorführen. Allerdings war sie nicht schwarz, sondern beige und aus Rauhleder. Der Ire überlegte einen Moment und zog dazu einen dunkelgrauen Rollkragenpulli mit Zopfmuster an. Mit sich zufrieden verließ er das Schlafzimmer und gesellte sich zu Gabe. „Ich bin fertig...

„Wow .... Gabriel blieb fast der Mund offen stehen. Er trat zu Colin und musterte ihn anerkennend. „Du siehst klasse aus. Ehrlich. Wann hast Du Dir denn dieses schicke Teil gekauft, Schatz?

Cole wurde leicht rot und lächelte: „Freut mich, das sie dir gefällt. Ich hab sie mit Caitlean in Cork erstanden....du weißt doch, an dem Tag, an dem du dich geweigert hast, mit uns zu fahren, weil du vom Vortag noch genug hattest. Der Ire grinste. „Und da hab ich beschlossen, Geld auszugeben, weil Cat gemeint hat, das sie mir steht und echt klasse sitzt. Colin schlang seine Arme um Gabes Hals und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.

Gabriel grinste breit. „Ich wollte euch nicht das Auto voll kotzen. Nein, diese Iren konnten einfach nicht Autofahren. Der Dunkelhaarige umarmte Colin an den Hüften und zog ihn zu sich heran. „Camilla wird den Mund nicht mehr zubekommen. meinte er grinsend und seine Lippen strichen zärtlich über die von Colin.

Cole runzelte die Stirn und sah Gabriel böse an. „Was du nur immer hast...keiner beschwert sich über unseren Fahrstil, nur du und Oma.. Er grummelte leise vor sich hin, vornehmlich auf gälisch, damit der Schwarzhaarige ihn nicht verstand. Bei dessen letzter Bemerkung horchte er allerdings auf und platzierte einen Kuss auf Gabes Lippen. „Wieso Camilla? Steht sie auf Leder?

„Wenn Du noch einmal Gälisch schimpfst, dann werde ich mich das nächste mal mit Spanisch revangieren. spöttelte Gabriel. „Das auch. Aber vornehmlich steht sie auf Dich mein Schatz. Gabriel gab Colin einen leichten Schlag auf den Hintern.

„Ein paar kleine Geheimnisse muss ich mir doch wahren, zumal du einiges an Gälisch gelernt hast, mo chridhe.. Colin grinste und löste sich von Gabe. „Camilla steht auf mich? Das kann ich mir nicht vorstellen.... Energisch schüttelte er den Kopf. „Du veräppelst mich..

Der Dunkelhaarige lachte auf und nickte dann wenig schuldbewusst. „Ja ich hab Dich verarscht. Aber sie mag Dich. Ehrenwort.

„Hm...du beraubst mich meiner Illusionen, das ich auch bei der Damenwelt Chancen habe....das ist frustrierend. Cole lachte leise und begann, die Geschenke für Gabes Familie in eine große Tasche zu packen. „Wie gut, das ich auf Männer stehe......na ja, ich steh ja nicht auf Männer, sondern nur auf einen.

„Ach Du hättest schon Chancen. Aber meine Schwester ist Realistin. Gabriel blinzelte als er Colins Kompliment vernahm und griff dann nach seiner Jacke und seinem Handy. „Ich ruf uns dann einmal ein Taxi, ok? Heute hatte er nämlich wirklich keine Lust mit dem Auto zu fahren.

„Tu das.....ich bin gleich soweit, ich muss nur versuchen, das Geschenk für Jonathan irgendwie unter zu bringen. Cole betrachtete unglücklich ein riesiges Päckchen. Er hatte dem Knirps nicht nur Bausteine gekauft, nein, als er ihn Cork war, hatte sich der Ire in einem Spielwarenladen auf Anhieb in einen riesigen Teddy verliebt, den er Jonatahn unbedingt kaufen musste. Er war ca. 80 cm groß, größer als Gabes Neffe, aber einfach knuffig...zumindest fand das Cole. Schon vor dem Rückflug war es schwierig gewesen, den Teddy zu verstauen, aber jetzt eingepackt noch viel schwerer. „Ich glaub, ich muss ihn auf den Schoß nehmen... murmelte er leise.

Der Dunkelhaarige murmelte grinsend etwas von „Kinderersatz und drehte sich dann weg um das Taxi zu rufen. Schließlich klappte er das Handy wieder zu und steckte es in die Jacke. „Kommt gleich. Soll ich Dir irgendwas abnehmen? fragte er breitgrinsend während er den Aufzug rief.

„Vielleicht die Tasche? Colin hatte das Gemurmel wohl verstanden und zog die Nase kraus. Er mochte Jonathan sehr und hatte vor, ihn hemmungslos zu verwöhnen...und sollte Caitlean jemals heiraten und ein Kind bekommen, wäre das genau dasselbe. Der Ire liebte Kinder und da er genau wusste, niemals selber welche zu haben, verteilte er alles um sich herum. „Dann kann ich mich ganz auf das Päckchen konzentrieren.

„Aber klar doch. Gabriel hob die Tasche hoch und zog dann seinerseits die Augenbrauen hoch. „Was ist da drinnen? Ein paar Steine? Er betrat den Lastenaufzug und schloss dann hinter Colin die Gitter. Gemütlich lehnte er sich an die Rückwand und kreuzte die Beine. Scheppernd kam der Aufzug unten zum Stillstand und sie verließen das Haus. Taxi stand schon da und Gabriel öffnete den Kofferraum und die Tasche reinzustellen. Nachdem er sich auf die Rückbank gesetzt hatte, nannte er dem Fahrer die Adresse.

„Klar....Bausteine... Colin grinste und lehnte sich an die Wand, schloss die Augen und schickte ein Stoßgebet zum Himmel. Egal wie lange er hier wohnte, der Aufzug würde ihm immer unheimlich bleiben. Er folgte Gabriel erleichtert nach draußen, setzte sich neben ihn ins Taxi und quetschte eine Weile herum, bis auch das große Paket einigermaßen verstaut war. „ich hoffe, Jonny freut sich... lächelte der Rothaarige Gabe dann an.

Er hatte das Rumgeschiebe schweigend, aber grinsend beobachtet. „Er wird sich freuen. Da bin ich mir sicher. versuchte er Colin zu beruhigen. Kinder waren doch sowieso immer begeisterungsfähig. „Hoffentlich versucht mein Vater uns nicht betrunken zu machen. meinte er dann blinzelnd. Eigentlich wollte er den Jahreswechsel halbwegs nüchtern erleben.

Colin wandte den Kopf vom Fenster weg, um Gabriel ansehen zu können. „Hm...wir lassen uns einfach nicht drauf ein...halten uns an einem Glas fest und ich rede und rede, um ihn abzulenken. Reden kann ich gut, wenns sein muss. Der Ire grinste verschmitzt. „Dein Vater ist zwar Jurist und dadurch prädestiniert, ein guter Redner zu sein....aber ich kann prima über Nichtigkeiten referieren.

Gabriel lachte auf. „Na ich bin gespannt. Nach einer Weile hielt das Taxi und Gabriel bezahlte den Lenker. Sie stiegen aus und er holte noch die Tasche aus dem Kofferraum. „Bin schon gespannt, was Inez leckeres gekocht hat. meinte er grinsend, während er den Vorgarten betrat.



„Ich auch....obwohl ich mich werde zurückhalten müssen, immerhin wollen wir heute Abend Fondue essen und wenn ich nicht aufpasse, werde ich auseinandergehen wie Hefeteig und du suchst dir nen schlanken Liebhaber.. Colin folgte mit seinem Riesenpäckchen, über das er kaum hinwegsehen konnte.

„Und ich will mich nicht überfressen, sonst kann ich mich heute Abend keinen Millimeter mehr bewegen. Gabriel lächelte hintergründig und strich leicht über Colins Hintern. Zum Glück zog er noch rechtzeitig seine Hand weg, denn die Tür ging auf und Rafael guckte die beiden grinsend an. „Na endlich!! murrte er freundschaftlich. „Ich verhungere schon. Er trat zur Seite und ließ Gabriel und Colin eintreten.
Gabriel umarmte seinen Bruder grinsend. „Klar mein Dickerchen. Rafe hatte zugelegt. Aß wohl zuviel Belgische Meeresfrüchte.
„Hey Colin. Nachträglich noch schöne Weihnachten. Rafael hielt dem Freund seines Bruder freundschaftlich die Hand hin.

„Das wollen wir ja auf jeden Fall vermeiden....ich denke mal, ich mag dich noch ein wenig fordern im alten Jahr. Colin grinste breit und lehnte sich gegen Gabe, als die Tür geöffnet wurde. Er betrachtete lächelnd das Geplänkel zwischen den Brüdern und ergriff dann Rafes ausgestreckte Hand. „Dir auch nachträglich schöne Weihnachten, Rafe...und einen schönen Gruß von meiner Cousine. Der Ire lächelte und ignorierte den verwunderten Blick von Rafael.

„Deiner Cousine? Rafael guckte etwas irritiert zwischen Colin und Gabe hin und her. Wollten sie ihn veräppeln, denn Gabriel grinste so komisch. „Danke. gab er spöttisch zurück und wartete dann, bis die beiden ihre Jacken abgelegt hatten.
Gemeinsam betraten sie das Speisezimmer, wo sie dann auch schon von Gabriels Vater, Camilla und Jonny begrüßt wurden. Umarmungen und Festtagswünsche wurden ausgetauscht.
Schließlich kam auch noch Inez dazu und begann das Essen zu servieren. „Schön, dass ihr da seid. lächelte sie den jungen Männern zu und setzte sich dann auch.

Colin ließ das Paket fallen und nahm Jonathan auf den Arm, knuddelte ihn bis er quietschte und wandte sich dann den anderen zu, umarmte und drückte auch sie. Der Ire fühlte sich wohl und das merkte man auch, seine Augen funkelten und er quasselte in einer Tour, als sie am Esstisch saßen. Cole erzählte von Irland und richtete Grüße aus. „Meine Oma meinte, sie würde euch alle gern mal kennen lernen....und sie überlegt schon, ob sie im neuen Jahr nicht mal nach Deutschland kommt... merkte er an, als das Essen serviert wurde. „Hm...Inez, das riecht phantastisch..

„Da müsst ihr aber eine adequate Unterkunft für sie finden. Meinte Camilla mit aufblitzenden Augen. „In eurer Bude kann die alte Lady doch unmöglich wohnen.
Inez war eben dabei das Fleisch zu zerteilen. Es gab Braten mit Sauce. Dazu verschiedene Beilagen. „Stimmt, Camilla. Gabriels Wohnung ist für diesen Zweck auch wirklich etwas zu exzentrisch.

Cole runzelte die Stirn, die Feststellung von den beiden Frauen war ihm nicht ganz klar. „Wieso? Was ist an unserer Wohnung auszusetzen...na ja, bis auf den Aufzug? Die ist doch klasse.. Fragend sah der Ire zwischen den beiden hin und her. Nun ja, wenn man davon absah, das er die ganzen Raumteiler auf eventuelle Tütchen durchsuchen musste, um nicht in ne peinliche Situation zu kommen, war Gabriels Wohnung doch völlig in Ordnung.

Camilla, wie auch Inez grinsten breit und begannen zu essen. Gabriel grinste ebenso und lehnte sich zu Colin. „Vermutlich meinen sie die mangelnde Privatsphäre. flüsterte er seinem Freund ins Ohr. Rafael der die Bemerkung trotzdem gehört hatte lachte auf, schluckte aber eine fiese Bemerkung runter.

„Oh... Cole bekam rote Backen, daran hatte er nicht gedacht. Immerhin war alles offen bei ihnen. Allerdings würde das Kathrin wohl weniger stören wie ihn selbst...er hatte es sich schon so angewöhnt, ohne Klamotten in der Wohnung rumzulaufen. Er nahm einen Bissen von seinem Essen und sah Rafael an, der sich kaum halten konnte vor Lachen. „Nun ja, dann suchen wir ihr eben ein schönes Hotel....für sie und Caitlean, was mir ehrlich gesagt auch lieber ist.

„Ach ... Deine Cousine kommt auch? Camilla sah Colin fragend an und ignorierte dabei die Röte in seinem Gesicht. Sie war da eben ein wenig taktvoller als Rafael.

„Ja....sie meinte, man könne Oma nicht allein lassen und die anderen seien auf dem Gestüt nicht abkömmlich. Wobei ich befürchte, das es auch schwer wird, wenn Grandma nicht da ist....sie hat die Zügel in der Hand. Colin grinste über das ganze Gesicht. „Cat war nicht aufzuhalten....sie ist irre neugierig auf unsere Wohnung...und andere Sachen.

„Andere Sachen? Inez zog eine dunkle Augenbraue hoch und grinste verschmitzt.

„Hm....Hamburg, den Hafen, den Tierpark... Cole ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Eben so die Sehenswürdigkeiten.... Er warf Gabe einen Seitenblick zu und konnte nur sehr mühsam ein Grinsen unterdrücken.

Gabriel versteckte sich hinter dem Weinglas und setzte ein Pokerface auf. „Genau. Dann sah er zu Rafael. „Vielleicht könntest Du ihnen auch ein wenig die Stadt zeigen.
Sein Bruder verhustete sich und sah Gabriel mit großen Augen an. „Ich? Meine Schwiegeroma oder Deine? murmelte er und nahm sich noch von dem Braten.
Jetzt musste Gabriel wirklich lachen.

„Wer weiß...vielleicht auch bald deine.. murmelte Colin neben Gabriel und grinste nun wirklich über das ganze Gesicht. „Das wäre wirklich nett von dir Rafe....Gabe und ich müssen arbeiten...und ein wenig Zeit für uns wollen wir ja auch noch haben. Ich revanchier mich auch bei dir.. sagte der Ire dann lauter.

„Na mal sehen. Rafael konnte sich Schöneres vorstellen, als für die Zwei den Fremdenführer zu spielen. „Red mich noch mal drauf an. meinte er nicht unfreundlich. „Bis Mitte Juli bin ich noch in Brüssel und im September habe ich Praktikum in Süddeutschland.

„Ich wird dich anrufen, sobald ich weiß, wann die beiden denn hier einfliegen wollen.. Cole nahm zufrieden erneut eine Gabel voll mit Braten und strich Gabe unter dem Tisch über den Oberschenkel. Das klappte ja besser als erwartet.

„In Ordnung.
In der neckischen Tonart ging es dann auch weiter. Das Essen war ausgezeichnet und Inez schlug vor, den Kaffe dann im Wohnzimmer zu trinken. Dort stand auch der Weihnachtsbaum, den Gabriel und Colin ja noch gar nicht gesehen hatten.
Also machten sie einen Zimmerwechseln und Gabriel hockte sich neben seinen Bruder auf das Sofa. Jetzt durfte Colin mal den netten, großzügigen Onkel spielen und Jonny beschenken.

Cole hatte eine riesen Freude daran, Jonathan beim Auspacken seiner Päckchen zu helfen, er saß auf dem Boden, den Kleinen auf dem Schoß und half ihm, das Papier abzureißen, während er mit ihm sprach. Ab und an scherzte er mit Camilla, die sie beobachtete, aber in erster Linie widmete der Ire sich dem Kleinen, dem das sichtlich gefiel.

Camilla fand es echt toll von Colin, dass er sich so mit dem Kleinen beschäftigte. Sie mochte den Lebensgefährten ihres Bruders. Gabriel erzählte unterdessen seiner Mutter von Colins Familie und ließ sich von seinem Vater erzählen, was sich so in der Kanzlei tat. Zum Glück musste er erst in ein paar Tage wieder zum Dienst erscheinen. Arbeit schmeckte ihm im Moment sowieso nicht besonders.

Cole erhob sich nach einer Weile, überließ Jonathan seinen Bauklötzen und setzte sich zu Gabriel auf die Lehne des Sofas. „Ich bin froh, das er so ne Freude an den Sachen hat... meinte er mit einem glücklichen Lächeln zu dem Schwarzhaarigen.

„Wir sind eben leicht zu begeistern. Gabriel blinzelte unschuldig und streichelte sanft den Nacken seines Geliebten. Als Inez Gabriel ein weiteres Stück Kuchen anbot, lehnte dieser ab. „Lieber nicht. Colin kocht heute Abend noch. Sonst kann ich da nix mehr essen.
„Oh. Was gibt es denn? fragte die Spanierin neugierig.

„Hm... Cole sah Gabriel an und lächelte, er hatte da ganz bestimmte Dinge im Kopf und für die war er auch leicht zu begeistern. „ich mach ein Käsefondue... sagte der Ire dann zu Inez. „Das hat Gabe sich gewünscht....zum Jahresausklang.

„Lecker. meinte Rafael und erntete einen belustigten Blick von seinem Bruder. „Gibt es für Dich nicht. Du bist eh schon in die Breite gegangen. Rafael guckte gespielt beleidigt. Wenn das Essen eben so gut war. Er zuckte mit den Schultern und nahm sich noch ein Glas Wein. „Möchte noch wer von euch? fragte er Colin und Gabriel, das dieser aber ablehnte. „Danke, für mich nicht mehr.

Cole schüttelte den Kopf. „Wenn ich noch ein Glas trinke, werde ich unerträglich...und ich muss noch kochen. Er grinste. „ich rede dann viel zu viel und bin aufgedreht, um im nächsten Moment in mich zusammen zu fallen und zu schlafen. Das ist heute nicht in meinem Sinne.

Camilla sah zwischen Gabriel und Colin hin und her. „Und das wäre doch zu schade. Nicht wahr Bruderherz? zog sie ihren älteren Bruder auf. Der grinste leicht. „Neid der Besitzlosen. Die junge Frau lachte auf und nickte. „Klar. Dann nahm sie Jonny hoch. „Und der kleine Mann verabschiedet sich nun. Er muss seinen Nachmittagsschlaf nachholen. Sonst wird er unleidlich. Damit drückte sie Colin das Kind in den Arm, damit er sich von ihm verabschieden konnte.

Colin war mittlerweile abgebrüht genug, um die Neckereien von Gabes Geschwistern ertragen zu können, ohne rot zu werden. Er nahm Jonny in den Arm und drückte ihn, hauchte ihm einen Kuss auf die Schläfe. „Dann schlaf mal gut, kleiner Mann....und besuch mich bald mal wieder. Der Ire gab Camilla das Kind zurück. „Komm bald wieder mal vorbei....damit ich ihn hemmungslos verwöhnen kann... grinste er.

„Mach ich doch glatt. Camilla war nun endgültig wieder nach Hamburg gezogen und brauchte immer wieder einen Babysitter. Der Kleine rieb sich müde die Augen und die junge Frau brachte das Kind nach oben.
Inzwischen hatte es wieder zu schneien begonnen und Gabriel streichelte weiter Colins Nacken. „Wir werden dann auch heimgehen, oder Cole? Ein Verdauungsspaziergang würde ihnen beiden nicht schaden.

Cole hatte genüsslich die Augen halb geschlossen und nickte. „Hm.....gehen wir nach Hause. Ein bisschen frische Luft schadet nicht und macht den Kopf wieder frei für andere Sachen.. sagte er leise und lächelte den Schwarzhaarigen an.

Gabriel erwiderte Colins Lächeln und erhob sich. „Komm schon. Übertrieben zog er Colin hoch und grinste dabei breit. Auf die Einwände seiner Eltern reagierte er nur kopfschüttelnd. „Nein, danke. Es war echt schön, aber jetzt müssen wir uns echt mal bewegen. Ich rufe euch morgen an, ja? Er umarmte seine kleine Mutter und wiegte sie blinzelnd. „Wir kommen eh bald wieder mal vorbei.

Cole schmiegte sich kurz an Gabe und verabschiedete sich dann von Gabriel Familie. „Wie wäre es denn, wenn ihr am 6. zum Kaffee kommt? fragte er dann Inez. „Ich könnte einen Kuchen backen... Fragend sah er Gabe an. „Oder hast du schon andere Pläne?

„Nein eigentlich nicht. Gabriel nickte zustimmend. „Wir freuen uns. fügte er noch hinzu und schlüpfte dann in seine Jacke. Noch einmal drückte er seine Mutter und verließ dann mit Colin das Haus. Langsam schlenderten sie im Schneetreiben die Strasse entlang. „Du warst echt fies zu Rafael. meinte er trocken.

Colin hatte den Kragen seiner Jacke hochgeschlagen, die eine hand ins seine Jackentasche und die andere Hand in Gabriels gesteckt. Er blinzelte nach oben und lächelte glücklich...wann kam es schon mal vor, das es hier so schön schneite. Die Welt schien mit einem Mal stiller zu sein, so als dämpfe der Schneefall die Geräusche. „War ich das? fragte der Ire leise auf Gabriel Feststellung. „Ich hab nur nix verraten wollen, obwohl mir das auf der Zunge lag.

Der Dunkelhaarige grinste spöttisch und nickte. „Ja das warst Du. Jetzt hat der arme Junge wieder ein paar Tage zu grübeln. Aber sein Bruder war ja eher ein Leichtfuss. Der machte sich über solche Sachen keine tiefgründigen Gedanken. Manchmal empfand Gabriel das als sehr beneidenswert.

„Meinst du, das ihm das schadet? Cole lächelte leicht und schauderte, drängte sich dichter an Gabe heran. „ich konnte ja schlecht damit herausplatzen, das du meine Cousine ein Bild von ihm mitgenommen hast...und das sie so beeindruckt war von deiner Erscheinung, das sie das Bild gleich auf ihren Nachttisch gestellt hat. Der Ire lehnte den Kopf an die Schulter des Größeren. „Nun ist der liebe Rafe der Bestandteil der feuchten Träume Cats...wobei mir das auch wesentlich lieber ist, als wenn du die Hauptperson darin wärst.

Er legte seinen Arm um Colins Schultern und zog ihn damit enger an sich. Nur mühsam unterdrückte er ein lautes Auflachen. „Lass ihn erst mal seine Abschlussprüfungen machen und dann darfst Du ihn weiterverwirren. Mein Vater würde Dich zur Rechenschaft ziehen, wenn Du ihn von der Arbeit abhältst. Schließlich war Rafael ja wirklich ein Bummelstudent und es war echt an der Zeit, dass er endlich seinen Abschluss machte.

„Ja sicher.....immerhin sollte er fertig werden, um eine Familie ernähren zu können. Cole spann den Faden munter weiter und grinste dabei. „Und ich bestehe darauf, der Taufpate des ersten Kindes zu werden... Der Ire begann zu lachen. „Und bei meinem Glück können die beiden sich nicht ausstehen und alle meine Träume von Hochzeit, Hochzeitstorte und Taufe zerplatzen.

„Hey ... jetzt komm mal wieder runter. Gabriel lachte auf und zwickte Cole leicht in den Arm. Der würde das durch die Jacke kaum spüren. „Erst müssen sie sich kennenlernen. Und wie ich die beiden einschätze, werden wohl eher mal die Fetzen fliegen. So umgänglich sind sie beide nicht.

Cole nickte und sah Gabriel an. „Ich bin albern, ich weiß. Es liegt schließlich nicht an uns, ob sie überhaupt zusammen kommen. Mir gefällt nur die Vorstellung eines gemeinsamen Kindes der beiden....... Der Ire unterbrach sich und schwieg dann, genoss die Nähe Gabes und sah den Schneeflocken zu. „Zum Jahreswechsel wird ich immer eine wenig sentimental......denk dir nichts dabei.. sagte Cole schließlich leise.

Gabriel murmelte etwas von Höllenbrut. Was anderes konnte bei so einer explosiven Mischung ja gar nicht rauskommen. „Aber ich lass Dich doch, Schatz. kommentierte Gabriel blinzelnd und küsste Colin leicht auf den Scheitel während sie weiter die Strasse entlangliefen. „Hast Du Lust auf ein Glas Gewürzwein? fragte er seinen Freund als sie an einem Platz vorbeikamen, an denen eine Art Weihnachtsmarkt abgehalten wurde. „Oder lieber kuscheln, zu Hause?

„Hm.... Cole lächelte ob Gabes Gemurmel, der Schwarzhaarige ahnte ja nicht, was ihn eigentlich beschäftigte. Rafe und Cat sahen ihnen beiden sehr ähnlich...und irgendwie wäre es dann beinahe so, als wäre es ihr Kind...was natürlich völlig blödsinnig und unmöglich wäre. Aber trotzdem...so ein kleines bisschen Wahrheit steckte drin. Cole schalt sich selbst einen Idioten, der Jahreswechsel machte ihn wirklich sentimental. Er hob den Kopf, als Gabe sprach und betrachtete die Stände, nickte dann. „Ein Glas.....und dann nach Hause und kuscheln...in Ordnung?

„Gern, aber wenn es Dir schon zu kalt ist ..... Ihm selbst zumindest war schon ein wenig kalt. Sein spanisches Blut mochte eben keine Minus 10 Grad. „Oder wir machen uns zu Hause so etwas. Inez hat beim letzten Einkauf noch so ein Gewürzgemisch gekauft. Angeblich braucht man nur Wein und Orangensaft erhitzen und diesen Beutel reinhängen. Gabriel grinste verschmitzt. „Was meinst Du?

Cole erwiderte das Grinsen und nickte. „Na dann auf nach Hause, mo chridhe. Ich hab eiskalte Füße und in dem Fall ist dein Plan der bessere. Ich will ja nicht Neujahr krank im Bett liegen....ich bin unausstehlich bei Schnupfen.. Übermütig zog er den Größeren mit sich, weg von den Ständen Richtung zu hause.

Er verzog spöttisch das Gesicht. „Ach ich werde Dich heute hegen und pflegen, damit Du mir ja nicht krank wirst. Ich will doch meinen Urlaub noch ausnutzen. Seine Augen blitzten hintergründig auf.
Es war aber noch ein gutes Stück, das sie zu laufen hatten. Aber das machte Gabriel nichts aus. Er war ja ganz gut in Form und Colin musste eben mit, ob er wollte oder nicht.
Als sie schließlich wieder im Lastenaufzug standen, der sie knarren nach oben beförderte, knöpfte sich Gabriel die Jacke auf und zog sich den Schal vom Hals. „Auch wenn ich sonst nicht kochen kann .... Ich denke, das mit dem Gewürzwein bring ich noch hin.

„Hm...schwitzen soll gut sein, wenn man den Krankheit ausbrütet.....also musst du mich heute noch ins Schwitzen bringen. Cole folgte Gabriel mit einem anzüglichem Grinsen im Gesicht und war froh, als ihre Wohnung in Sicht kam. Nicht, das ihm laufen etwas ausmachte, aber so langsam wurde es wirklich richtig kalt. Der Ire schüttelte sich die Schneeflocken von den haaren und lehnte sich unbehaglich an die Aufzugwand, sah Gabe an. „Hm...dann überlass ich es dir, den Wein zu wärmen....und ich dusch mich kurz, wenns recht ist?



„Klar doch, Schatz. Gabriel küsste Colin flüchtig und stieg dann aus dem Aufzug. Der Dunkelhaarige entledigte sich seiner Kleidung und ging dann in die Küche. Die Zutaten für den Gewürzwein waren ja schnell gefunden und es schien auch nicht wirklich kompliziert zu sein. Er goß den Rotwein und auch den O-Saft in einen großen Topf. Nachdem er den Herd eingeschalten hatte, ging er ins Wohnzimmer und zündete ein paar Kerzen an. Er wusste ja um Colins romantische Natur. Aus dem Nassbereich hörte man Wasser plätschern und Gabriel verzog sich wieder grinsend in die Küche.

Cole stand unter der Dusche, hob das Gesicht in den warmen Wasserstrahl und schwelgte in dem Duft des Duschgels, welches seine Freunde ihm kurz vor Weihnachten verehrt hatten....es roch verdammt gut nach Vanille und der Ire liebte es. Nach einer Weile stellte er das Wasser ab, stieg aus der Dusche, schüttelte die Haare und trocknete sich ab, bevor er das Tuch um die Hüften schlang und in die Küche tappste, immer dem verführerischen Geruch von Zimt und anderen Gewürzen nach. Cole schlang seine Arme um Gabe und stellte sich auf die zehenspitzen, um ihm über die Schulter sehen zu können. „Das riecht verführerisch... murmelte der Rothaarige und küsste den Hals des Größeren.

„Es soll Dich ja auch verführen. Gabriel grinste über die Schulter und seine Lippen erwischten Colins Nase. Die Flüssigkeit kochte auf und er warf den Beutel mit der Gewürzmischung rein. „Da steht, dass es nur ein paar Minuten ziehen muss. Dann drehte er sich zu Colin um und musterte ihn. „Jetzt ist Dir offenbar nicht mehr kalt. kommentierte er den nackten Auftritt seines Geliebten.

„Hm...also im Normalfall genügt allein deine Anwesenheit, um mich zu verführen. Cole lächelte und zog die Nase kraus, Gabes Kuss kitzelte.
Er räkelte sich unter der Musterung seine Freundes und fuhr sich lasziv durch die Haare. „Ich stand unter der Dusche und hab an dich gedacht....und auf einmal war mir nicht mehr kalt.. meinte der Ire dann mit unschuldigem Augenaufschlag.



Träge glitt sein Blick über Colins kaum bedeckten Körper. „Sonst auch noch was mit Dir passiert? Vorwitzig glitt seine Hand über Colins Brust und streichelte sich behutsam runter und griff schließlich nach Coles Männlichkeit, die noch vom Handtuch bedeckt war.

Cole sah Gabe an und leckte sich über die Lippen. „Hm...eigentlich müsstest du fühlen können, was sonst noch so mit mir passiert ist. Murmelte er leise und beugte sich vor, um Gabe zu küssen. Der Ire neckte mit seiner Zungenspitze die Mundwinkel des Schwarzhaarigen, sah ihm dabei tief in die Augen.

Man konnte es nicht übersehen und er fühlte die erwachende Männlichkeit seines Freundes. „Nett. kommentierte er unschuldigblinzelnd. Er beugte sich zu Colin hinunter küsste ihn leicht. Sanft umschmeichelten sich ihre Zungen und Gabriel umfasste Colins Hüften - zog ihn weiter an sich heran.

Cole schloss die Augen und überließ sich ganz Gabes Zungenspiel, lange allerdings hielt er die sanfte Gangart nicht aus...so gern er mit dem Schwarzhaarigen schmuste, jetzt wollte er etwas anderes. „Nur nett? fragte der Ire etwas atemlos, nachdem sie den Kuss gelöst hatten und griff nach Gabes Hosenbund, begann ihn zu öffnen. „Hm...dann lass mich mal sehen, was du so zu bieten hast.

„Schau nach. Gabriel nickte auffordernd und lehnte sich gegen die Kante des Arbeitsplatzes. Es war schon etwas eng in seiner Hose geworden. Zu eng. Allerdings tat er nichts, um Colin zu helfen. Er musste es sich schon holen ... wenn er es wollte.

Cole grinste und begann, Gabe von der Hose zu befreien, schob sie nach unten und ging zeitgleich in die Hocke. „Hm....das sieht sehr „nett aus... murmelte der Ire, legte die Betonung auf das Wort, das der Schwarzhaarige gebraucht hatte. „Und ich denke, ich habe Lust zu kosten... Er leckte einmal entlang der Länge, nahm dann Gabes Erregung vollständig in den Mund und begann zu saugen....mit der Zunge zu schmeicheln, während er liebevoll die Hoden des Größeren kraulte.

Gabriel jappste auf und stieß sich prompt an einem Hängekasten den Kopf. „Aber nur naschen. ächzte er mit verzogenem Gesicht. Der Dunkelhaarige schloss die Augen und hielt sich leise stöhnend an der Kante fest. Er fühlte, wie sein Schwanz in Colins Mund wuchs.

Cole hielt erschrocken inne, als es rummste und sah Gabe besorgt an.....das würde eine hübsche Beule geben. Da der Schwarzhaarige aber nicht aussah, als würde es ihm besonders viel ausmachen, widmete sich der Ire wieder der Männlichkeit seine Freundes, brachte sie mit Zunge und Zähnen zu ihrer vollen Größe. Dann ließ er von ihm ab, hauchte noch einen letzten Kuss auf die Spitze und erhob sich. Cole trat einen Schritt zurück und ließ sein Handtuch fallen, lächelte. „Komm und hol mich.... schnurrte er leise.

Das war natürlich unfair. Er konnte Colin ja schwer nachlaufen. Immerhin lag seine Hose um seine Füße. Einen Schritt und er würde gewaltig auf die Nase fallen. Der Dunkelhaarige stieg brummelnd aus seiner Hose raus. Was für einen albernen Eindruck musste er machen. Lief da untenrum nackig mit einer Erektion durch die Gegend. Geistesgegenwärtig schaltete er den Herd noch ab und setzte dann seinem Freund nach. „Die Rache ist mein. lachte er Colin hinterher.

„Wenn du mich erwischt... Cole grinste und machte ein paar Schritte rückwärts, drehte sich dann um und lief in Richtung seiner Dunkelkammer. Der Ire konnte sich an eine erregende Phantasie seitens Gabriel erinnern und so öffnete er die Tür, schlüpfte hindurch. In der Kammer brannte nur ein winziges rotes Licht und Cole blieb stehen. „Willkommen in meinem höchstpersönlichen Darkroom, mo chridhe... murmelte er dann leise. „Mach mit mir, was du willst.