Hatte Colin das geplant? Gabriel folgte Colin mit katzenhaften Bewegungen und schloss hinter sich die Tür. „Ich glaube ... Du hast eine Abreibung verdient.“ murmelte er mit rauer Stimme und kam langsam näher.
Seine Augen gewöhnten sich an das gedämpfte Licht und während er sich Colin näherte, entledigte sich der Dunkelhaarige seiner restlichen Kleidung. Achtlos fiel sie zu Boden. Mit einem gespielten, bösen Lächeln trieb er Colin in eine Ecke. Ganz nah an seinem Freund blieb er stehen und strich mit seinen Fingerspitzen über dessen Brustwarzen. „Hart?“ fragte er mit samtiger Stimme.

Cole hatte die Augen halb geschlossen und sah Gabe an, ein Schauer lief ihm über den Rücken, von dessen Stimme und vor allem vor Vorfreude. Er widerstand der Versuchung, sich den Händen des Schwarzhaarigen entgegen zu drücken, zog sich weiter an die Wand zurück, beugte sich dann aber kurz vor, um mit einem kleinen Grinsen: „Härter“ in Gabes Ohr zu flüstern. Das Lächeln erlosch wieder und Cole drückte sich an die Wand. „“Tun sie mir nicht weh, Mister....“ quietschte er dann, ganz im Spiel gefangen.

Alles klar. Cole hatte soeben die Spielregeln festgelegt und Gabriel spielte da gerne mit. Cole wusste auch, dass Gabriel ihm nie wehtun würde. Und schon gar nicht beim Sex.
„Das hängt alles von Dir ab.“ Sein Tonfall hatte sich ebenfalls verändert. War kalt und ein klein wenig herrisch geworden. „Dreh Dich um.“ knurrte er tief und griff nach Cole. Ein wenig ruppig drehte er seinen Freund mit dem Gesicht zur Wand und betrachtete seine reizvolle Rückseite. Das Licht hier war klasse. Da sah Colin gleich noch mal besser aus. Gabriel griff nach seiner Männlichkeit und strich mit der Spitze durch Colin’s Poritze.
Dabei sah er sich suchend um und ein breites Grinsen erschien in seinem Gesicht. Colin hatte wirklich an alles gedacht. Die Manschetten mit den Ketten, der Vibrator ... ein schwarzes Tuch und Gel.

Colin hatte Arme und Gesicht an die kühle Wand gedrückt und zitterte...sein ganzer Körper kribbelte vor Erregung und Vorfreude auf das kommende. Das hier war ein Spiel und er wusste, das es auch Gabe Spaß machen würde. Der Ire hatte das schon eine ganze Weile geplant, das es sich allerdings so schnell verwirklichen ließ, hatte er nicht vermutet. ER keuchte auf, als er den Schwarzhaarigen so dicht hinter sich spürte, aber erneut widerstand Cole der Versuchung, sich diesem entgegen zu drücken. Der Ire presste sich eng an die Wand und stöhnte leise auf, als seine Männlichkeit Kontakt mit dem Mauerwerk bekam. „Bitte Mister....“ flüsterte er rau.

Gabriel ließ von Colin ab und beobachtete ihn weiter. Dabei griff er nach dem schwarzen Tuch und schlang es dann schnell um Colins Augenparte. Er vermied jede unnötige Berührung, weil er wusste, dass das Colin noch mehr aufgeilte. Behutsam legte er Colin die Fußmanschetten an und griff dann wieder ein wenig ruppiger nach dessen Händen. „Gib schon her.“ knurrte er grollenden und befestigte dann die Manschetten an Colins Handgelenken. „Du wichst nicht selbst.“ Und zur Bestätigung zog er Colins Hände nach hinten und machte ihn bewegungsunfähig.

Cole zitterte nun etwas heftiger und versuchte pro forma, sich dem Zugriff seine Freundes zu entziehen. Nichts mehr sehen zu können und sich nur aufs Fühlen zu konzentrieren war geil...wie er schon am Weihnachtsabend festgestellt hatte. Nicht berührt zu werden war es weniger....Cole wusste genau, das Gabe das tat, um ihn noch heißer zu machen, als er ohnehin schon war. Der Ire schrie leise auf, als Gabe seine Hände nach hinten zog, allerdings nicht vor Schmerz.....sondern allein wegen der Berührung. Cole hatte das Gefühl zu explodieren beim kleinsten, leichtesten Kontakt mit der Haut des Schwarzhaarigen. „Bitte.....tut mir das nicht an...“ bettelte er dann mit heiserer Stimme. „Ich halt das nicht aus...“

„Du wirst schon sehen was Du davon hast.“ Gabriel’s Mund befand sich nun ganz nah an Colin’s Ohr. Seine Zungenspitzen stubbste leicht gegen das Ohrläppchen und er leckte dann leicht darüber. „Komm jetzt.“ Wieder war da dieser knurrige Unterton und Gabriel zog Colin mit sich. Betont ruppig und unfreundlich. Er zerrte Colin zu dessen Arbeitstisch und gab ihm einen leichten Stoss, damit sich dieser über die Fläche beugte. Der Dunkelhaarige spürte, wie einige Lusttropfen über seine Eichel liefen. Doch noch war es nicht soweit. Entschlossen legte er den Cockring an. Nicht, dass was passierte und der Spaß schnell zu Ende war. Er stöhnte leicht auf und widmete sich dann wieder seinen ziemlich hilflos wirkenden Freund. Quälend glitten seine Fingerspitzen über dessen gekrümmten Rücken und wieder über den Hintern.



Cole ließ sich schubbsen, beugte sich willig über seine Arbeitsplatte und stöhnte leise. Es machte ihn an, es machte ihn verdammt geil und seine Bewegungsunfähigkeit verstärkte das Gefühl nur noch. Coles restliche Sinne waren hellwach, seine haut hypersensibel für Berührungen und ein ums andere Mal schrie er laut auf, wenn Gabe ihn berührte. Am liebsten hätte sich der Ire irgendwo festgeklammert, da das nicht ging, drückte er seine Fingernägel in seine Handflächen und biss sich auf die Unterlippe. „Gott...“ keuchte Cole, als Gabes Finger über seinen Hintern glitten...“ bitte...“ Mehr konnte der Ire nicht mehr sagen, alles in ihm schrie danach, von Gabe gevögelt zu werden.

Dachte Cole denn wirklich, dass er so leicht davonkam? Gabriel hatte eben eine kleine sadistische Ader. Seine eigenen Augen blitzten vor Lust auf und er griff nach dem Dildo. Gewissenhaft ummantelte er ihn mit Gel und ging dann hinter Cole auf die Knie. Ohne ihn zu berühren küsste er sich über den Rücken und ließ seine Zungenspitze dann durch die Poritzen streichen.
Keine Ahnung wie oft er es wiederholte, aber er konnte sehen, dass Colin immer unruhiger wurde. Gesprochen wurde nichts mehr. Zumindest nicht von seiner Seite. Der Druck des Rings stellte seine Lust etwas zurück und nahm den Druck. Ohne einen Laut zu verursachen legte er den Dildo weg und zog dann die Pobacken auseinander. Neckisch stubbste seine Zungenspitze gegen die Rosette, die schon erwartungsvoll zuckte.

Coles Hirn war leergefegt, er konnte keinen Gedanken mehr fassen, alles wurde von der Lust überdeckt, die er empfand. Das Blut kochte regelrecht in seinen Adern, sein Unterleib kribbelte und Gabes Keuchen und sein eigenes Stöhnen waren das einzige, was er hören konnte außer seinem eigenen Pulsschlag, der in seinen Ohren dröhnte. Der Ire schrie auf, Gabes Zunge an dieser Stelle war etwas, das er nicht schweigend hinnehmen konnte...dann begann er zu betteln.....und als das nichts half, was er genau wusste, begann der Ire auf gälisch zu fluchen. Wie gerne hätte er jetzt die Hände um sein Glied gelegt, um sich Erleichterung zu verschaffen.. Frustriert stöhnte Cole auf und ließ den Kopf auf die Tischplatte fallen. „Sadist...“ zischte er leise, aber nicht böse.

„Ich weiß.“ Der Dunkelhaarige lachte böse auf und durchbrach mit seiner Zunge die Rosette. Einen gemütlichen Rhythmus aufnehmend ficke er seinen Freund mit der Zunge. Dessen Männlichkeit griff Gabriel lieber nicht an. Er ahnte auch, dass Colin diese Behandlung nicht lange aushalten würde. Entschlossen zog er sich zurück und gab Colin einen Schlag auf den Hintern. Leicht und sicher nicht brutal. Eilig löste er den Ring von seinem Schwanz und griff nach dem Dildo. Mit einem Streich brachte er ihn in die gedehnte Rosette. Dann ging er betont lässig um den Tisch herum, stellte ein Bein hoch und zog Colin’s Kopf zu sich heran. „Besorgs mir.“ Er hatte keine Ahnung welcher Teufel ihn da ritt, aber die Geilheit kam ihm ja schon fast bei den Ohren raus.

Cole stöhnte heiser auf und hätte sich am liebsten in irgendwas verbissen, um seine Geilheit in geordnete Bahnen zu lenken. Das nächste Mal musste er unbedingt etwas haben....und dann verschwamm der Gedanke auch schon wieder so schnell, wie er gekommen war. Der Ire stöhnte und schrie, was er selbst gar nicht mehr bemerkte...allein Gabe und was dieser mit ihm veranstaltete, zählte nun noch. Wie durch einen Nebel hörte er die Aufforderung seines Geliebten und leistete fast augenblicklich Folge.....Cole nahm die Männlichkeit Gabes zwischen die Lippen und saugte daran, verwöhnte ihn mit Zähnen und Zunge...und das etwas derber als sonst.

Nur kurz schmerzte diese rüde Behandlung und sein Schwanz richtete sich sofort wieder zu seiner vollen Größe auf. Ächzend entzog er sich schließlich Colin und ließ ihn am Tisch liegen. Schweratmend betrachtete er ihn und trat dann wieder hinter seinen Rotschopf. Mit einer vorsichtigen, liebenvollen Bewegung entfernte er den Dildo und küsste Colin am Nacken. „Und jetzt kommt das Finale.“ Seine Stimme war heiser und versagte ihm fast den Dienst. Er dirigierte seine Männlichkeit und drang dann mit einem eleganten Stoß in Colin ein. Aufstöhnend warf Gabriel seinen Kopf zurück. Mit einer Hand packte er Colins Schwanz und mit der anderen strich er unkontrolliert über dessen harte Brustwarze. Er lag schwer auf Colin und seine Stöße nahmen an Intensität und Härte zu.

Cole lag auf dem Tisch, jappste nach Luft und wusste nicht mehr, was er mit sich anfangen sollte, er zitterte unkontrolliert und seine Männlichkeit pochte schmerzhaft. Dem Iren ließ ein Schauer über den Rücken, als er Gabes Stimme am Ohr vernahm. „Vögel mich Gabe....bitte....“ flüsterte er heiser und schrie auf, als dieser in ihn eindrang, schob sich ihm entgegen, so gut er es unter dem gewicht seines Geliebten vermochte. Jeden Stoß Gabes begleitete Cole mit einem kleinen Schrei, er merkte es nicht einmal. Die Hand des Schwarzhaarigen um seinen Schwanz gab ihm dann schließlich den Rest und nach kurzer Zeit überrollte ihn sein Höhepunkt, er konnte einfach nichts dagegen tun außer.

Nichts lieber als das. Gabriel braucht auch nicht mehr viel zu tun um sich und seinem Geliebten die bittersüße Erleichterung zu verschaffen. Unbarmherzig hämmerten seine Hüften gegen Colins Körper. Aufschreiend kam auch er zum Orgasmus, als Colins Rosette um seine Männlichkeit krampfte. Er spürte die heiße Lust seines Freundes in seiner Hand. Keuchend verströmte er sich in Colin und verschmierte dabei weiter den Samen um Colins Eichel.
„Ich liebe Deinen Arsch.“ ächzte er an Colins Ohr. Noch immer liebkoste er die Männlichkeit seines Freundes. Natürlich nahm die Größe seiner eigenen schon ab, doch Gabriel kostete den Augenblick aus. Er blieb solange wie es möglich war in Colin und löste dabei die Manschetten. „Du bist so geil. Danke.“

Cole lag auf der Tischplatte, er keuchte nur noch und konnte erst einmal gar nichts sagen. Noch immer kribbelte sein Körper, die Lust wich nur langsam und machte einer angenehmen Befriedigung Platz. „Du auch.....du mehr als auch...“ krächzte er nach einer Weile, man merkte der Stimme des Rothaarigen an, wie strapaziert vom Schreien sie war. „Gott......ich dachte ich muss sterben...soviel Lust zu empfinden ist unanständig.“ Kam nach einer Weile leise und Cole dehnte seine Arme, als Gabe die Manschetten gelöst hatte. Mit einem kleinen Ruck zog sich der Ire die Binde von den Augen und sah den Größeren liebevoll an. „Zufrieden, Mister?“ piepste er dann mit einem Grinsen.

„Lass den Quatsch.“ lachte Gabriel und zog sich dann aus Colin endgültig zurück. Bedauernd. Langsam ging er in die Knie und entfernte auch die Fußmanschetten. „Und außerdem ..... nichts ist unanständig mein Lieber.“ Der Dunkelhaarige streckte sich wohlig durch und sah Colin an. „Es war nur eine Phantasie, aber es war geil sie einmal durchzuspielen.“



„Rollenspiele haben was für sich...“ gab Colin zu und richtete sich auf, wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Zumindest habe ich jetzt genug geschwitzt, um nicht mehr krank zu werden und ich muss auch keine Angst haben, das meine Oma mit Hustenmedizin aufwartet, weil ich heiser bin.“ Der Ire grinste, schlang dann seine Arme um Gabes Hals und küsste ihn.

Liebevoll zog er ihn in eine Umarmung und erwiderte gefühlvoll den Kuss. Dabei streichelten Gabriels Hände über Colins verschwitzten Rücken und Hintern. „Jetzt musst Du Dir aber was anziehen. Sonst verkühlst Du Dich erst recht.“ Der Dunkelhaarige grinste ungeniert. „Aber wir werden die eventuelle Krankheit mit Gewürzwein bezwingen.“ meinte er siegesgewiss und griff nach seinem Shirt. Er streifte es über und packte dann das „Spielzeug“ zusammen. „Brauchen wir das heute noch?“

Colin schauderte leicht, nun wo die Leidenschaft vorbei war begann er zu frösteln. „ich glaube nicht, außer du willst, das ich morgen keinen Ton herausbringe. Denn solltest du mich nochmal so zum Schreien bringen, ist meine Stimme entgültig weg.“ Er lächelte und öffnete die Tür. „ich geh mir rasch was anziehen...“ lächelte der Ire und flitzte dann ins Schlafzimmer, um sich eine bequeme Hose und einen Pulli überzuziehen.

Halbnackt, aber ungeniert folgte Gabriel seinem Freund. „Ich hör Dich gern schreien.“ rief er spöttisch nach. „Aber ich liebe Dich auch schweigsam.“ fügte er hinzu und verzog sich in die Küche. Der Dildo wurde gesäubert und dann wie als Provokation auf ein Regal gestellt.
Danach schenkte er zwei Becher mit dem Gewürzwein ein und trug sie ins Wohnzimmer - noch immer halbnackt.

Colin kam ins Wohnzimmer und sah Gabriel an. „Also du solltest dich entscheiden, entweder schreien oder schweigen..“ grinste er und reichte dem Schwarzhaarigen eine Hose, die er mitgebracht hatte. „Hier...das ist besser für mein Seelenheil...“ Der Ire lachte leise und ließ sich aufs Sofa fallen, zog die Beine unter und seufzte zufrieden.

„Ich mag beides.“ erwiderte Gabriel spitz und streifte dann die weiche Hose über. Schlabberlook, aber hier zu Hause durfte er ja. Nachdem er gekostet hatte, verzog sich sein Gesicht zu einem Lächeln. „Mhm lecker. Der fährt bestimmt schnell ein.“ Dann kuschelte er sich neben Colin auf das Sofa. „Sag bloß, Du gibst heute schon auf?“ zog er Colin auf.

Cole schnupperte an dem Becher und trank dann einen kleinen Schluck. „Hm...schön war...und lecker..“ Er sah Gabe mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Mo cridhe...wie lang kennst du mich jetzt? Hab ich schon jemals geschwächelt? Hm?“ Er pokte dem Schwarzhaarigen in die Seite. „Wenn ich dich lieben würde, wäre ich jetzt tödlich beleidigt.“

Lachend zog er Colin in eine vorsichtige Umarmung. „Gut zu wissen. Dann nehme ich das als Herausforderung an.“ Gemütlich streckte er seine Beine von sich und schloss wohlig die Augen.

„Na das hoffe ich doch...du hast mir angedeutet, das du heute noch einiges vorhast. Und ich bin dabei, das weißt du. Ich würde mit dir überall hin gehen und alles machen...“ Cole nippte erneut an seinem Becher und sah dann auf die Uhr. „Hm....noch ne Stunde, dann fang ich mit dem Fondue an...ist das okay?“



„Das klingt gut.“ Gabriel blinzelte. „Also das mit dem Essen.“ Er lachte auf und schob sich ein wenig zur Seite. Nicht, dass er noch einen Knuffer für seine freche Bemerkung bekam. Dann sah er Colin mit weichem Blick an. „Ich hatte heute schon meinen Spaß. Jetzt bist Du an der Reihe.“

Cole lächelte liebevoll und strich mit den Fingerspitzen über Gabriels Oberarm. „Ich hatte doch auch meinen Spaß, ich fand es geil, das du sofort auf mein Spiel eingestiegen bist.....hätte ja auch anders sein können.“ Er sah zum Fenster hinaus, beobachtete das Schneetreiben. „Ich kann das gar nicht glauben....schon wieder ein Jahr rum und ich hab noch nicht mal Glücksklee rumstehen.....keine Zeit gehabt.“ Schmunzelte er dann.

Gabriel fand ja, dass Colin da viel zu selbstlos war. Aber beharrte da nicht weiter auf dem Thema. Vielleicht würde es sich im Laufe des Abends ja noch herauskommen. Er folgte Colins Blick und grinste breit. „Na was für ein Glück. Sonst müssten wir das Zeug jetzt schon Heu.“ Ja er war manchmal boshaft. Aber er meinte es ja nicht böse.

Cole warf Gabe einen ärgerlichen Blick zu. „Die werden nicht eingehen....das verbiete ich denen einfach. Und wenn doch, entsorge ich sie höchstpersönlich.“ Der Ire blies die Backen auf und nahm einen Schluck von dem heißen Getränk. „Manchmal sollte man dich wirklich fesseln und knebeln...“ bemerkte er dann mit einem kleinen Lächeln.“

Völlig unschuldig dreinguckend erwiderte Gabriel den Blick. „Ach ja? Wieso denn das? Ich bin doch harmlos, Schatz.“

„So harmlos wie ich....und trotzdem fand ich mich gefesselt auf dem Tisch wieder..“ kicherte Cole und trank den letzten Schluck seines Gewürzweins. „Du ärgerst mich mit voller Absicht....du kleiner Sadist..“

„Du hast es herausgefordert, mein Lieber.“ Gabriel verstellte seine Stimme und sie klang verdammt nach dem herrischen Typen von vorhin. „Und ja, ich zieh Dich gerne auf.“ gab er grinsend zu. „Der Versöhnungssex ist dann immer der Beste.“

„Soso....da könnte ich ja wirklich auf die Idee kommen, du würdest Streit vom Zaun brechen, nur um mich danach vernaschen zu können....vor allem, wenn ich dann richtig auf 180 bin..“ Cole sah Gabriel an. „Ich hab dich durchschaut, mein Lieber......aber um ehrlich zu sein, dagegen hab ich nichts.“ Der Ire stellte sein Glas beiseite und beugte sich über den Schwarzhaarigen, um ihn zu küssen.

„Du bist ja sooooo schlau.“ übertrieb Gabriel und zog Colin am Nacken zu sich und küsste ihn. Er ließ sich ein wenig zurückfallen und zog Colin über sich. Dabei streichelte er liebevoll über dessen Gesicht und Nacken. „Ich bin so glücklich, Cole. Dass Du da bist ... und dass ....“ Er wurde ein wenig verlegen.

Cole sah Gabriel forschend ins Gesicht und lächelte dann. „Ich bin auch froh das ich bei dir bin, ich wollte nirgends anders sein.“ Er kuschelte sich an den anderen, legte den Kopf auf die Brust des Größeren, lauschte dessen Herzschlag. „Und weiter? Was wolltest du sagen? Du weißt doch, das du mir alles sagen kannst...“

„Dass ich Dir völlig vertrauen kann.“ Es zu sagen war fast noch schwerer als es zu tun. Aber Gabriel konnte sich bei Cole völlig fallen lassen. Selbst wenn der Rotschopf der aktive Teil der Beziehung war, so konnte er sich treiben lassen. Der Kontrollzwang fiel weg und auch sein Misstrauen. Allem und jedem gegenüber.

„Das war das schönste Kompliment, das du mir je machen konntest.“ Sagte Cole ernst und hauchte einen Kuss auf Gabriels Hals. „Ich vertraue dir nämlich auch total, deswegen kann ich mich bei dir auch fallen lassen...mich von dir fesseln lassen und weiß genau, das du mir nie wehtun würdest...und sofort aufhören, wenn ich stopp sage. Das ist die Basis einer Beziehung....unserer Beziehung..“ murmelte der Ire leise.

Er war in der Tat verlegen. Eigentlich war ja Colin der sensiblere, gefühlsduseligere Part in ihrer Beziehung. Vielleicht verstanden sie einander gerade deswegen so gut. „Ich weiß. Ich wusste es auch vorhin. Du hättest nur ein Wort sagen müssen und ich ......“ Dann hätte er eben aufgehört und Colin liebevoll in die Arme genommen.

„Ich weiß...deswegen hab ich das Play begonnen.“ Cole hob den Kopf und suchte Gabriels Blick. „Du brauchst auch nichts zu sagen, ich weiß, das du dein Herz nicht unbedingt auf der Zunge trägst. Das ist mein Part. Egal, was ich fühle, es muss sofort raus...ansonsten würde ich platzen.“ Der Ire grinste. „Deswegen fand ich mich richtig gut bei deinen Eltern, das ich Rafe gegenüber nichts verraten habe.“

„Du Fiesling, Du.“ Gabriel grinste spöttisch. „Und Du behauptest jetzt auch noch, dass ich gemein wäre. So was lass ich mir nicht gefallen.“ Seine Hände waren unter Colins Shirt gelangt und er begann den Kleineren hemmungslos zu kitzeln.

Cole quietschte und begann zu zappeln, versuchte Gabriels Hände abzuwehren, was ihm nicht gelang, da er so sehr lachen musste, das er nichts zusammen brachte. „Bitte...Gnade...ich kann nicht mehr.....ich mach auch alles, was du willst...“ jappste er nach einer Weile zwischen zwei Lachanfällen und sah Gabe bittend an.



„Echt?“ Sein Blick wurde teuflisch und Gabriel ließ von Colin ab. „Ich werde darauf zurückkommen.“ warnte er seinen Rotschopf mit tiefer Stimme vor.

„Na klar....darum will ich doch bitten...“ grinste Cole und schnappte nach Luft, wischte sich die Lachtränen aus den Augenwinkeln. „Du weißt, ich bin für alles zu haben.....was den zwischenmenschlichen Bereich angeht. Ich teile nur nicht...und ich mache dir zuliebe auch keinen Bungeesprung.“

„Muss Du auch nicht. Es reicht doch, wenn einer von uns beiden den Hals riskiert.“ Colin zuliebe hatte er ja auch jede Extremsportart aufgegeben. Aber mit Colin an seiner Seite konnte er das ganz gut verkraften.
„Hat mir nicht jemand etwas zu essen versprochen?“ meinte er nach einer Weile wieder betont unschuldig.

„Hm...kenne ich den jemand?“ Cole sah Gabriel fragend an und grinste dann leicht. „Oja, ich glaube da war was...muss ich also meinen schönen weichen Lümmelplatz aufgeben, um meinen hungrigen Wolf zu füttern.“ Der Ire erhob sich leichtfüßig von Gabes Schoß und streckte sich, bevor er seinen Becher schnappte und in die Küche trabte. „Nette Dekoration..“ rief er dann über die Schulter zurück, als er den Dildo auf dem Küchenregal entdeckte und lachte, bevor er den Kühlschrank öffnete, um den Käse herauszuholen und zu reiben.

„Find ich auch.“ rief Gabriel in die Küche. „Er macht sich doch gut. Außerdem soll er Dich immer mahnen brav zu sein. Sonst kommt der böse schwarze Mann.“ Ächzend rappelte der Dunkelhaarige sich dann auch auf und ging Colin nach. Während dieser schon an dem Fondue werkte, suchte Gabriel Besteck zusammen und deckte den Tisch. Dabei erwärmte er auch noch mal den Gewürzwein. Das Zeug war gut. Musste man nicht wegschütten.

„Gott....da muss ich mich echt zusammenreißen.“ Cole grinste und gab den geriebenen Käse in einen Topf, wo er ihn langsam erwärmte. „Aber nun weiß ich auch, was Inez wegen meiner Oma und der Privatsphäre gemeint hat.....erstens müssten wir dann alle Tütchen wegräumen, die noch irgendwo rumliegen....brauchen tun wir sie ja eh nicht mehr. Und zweitens müsstest du deine Dekorationsideen nochmal überdenken.“

Seine dunklen Augenbrauen wanderten ironisch nach oben. „Und ich dachte eher wegen der Lärmkulisse, die Du immer veranstaltest.“ Gabriel trat hinter Colin und umarmte ihn von hinten. „Oder ich mach Dich platt .... einen Tag bevor Deine Großmutter kommt. Dann hast Du keine Stimme mehr.“

Cole drehte sich in Gabes Umarmung, um ihn ansehen zu können. „Du bist wirklich ein Sadist...du hast ja noch nie von meiner Grandma Hustenmedizin einnehmen müssen...und das wird unweigerlich folgen, wenn sie mich heiser erwischt.“ Der Ire zog ne Schmollschnute, musste dann aber lachen. „Ich denke, in einem Hotel sind sie besser aufgehoben....ich mag lieber schreien, wenn du mich vögelst.“

„Sie meint es bestimmt nur gut.“ meinte Gabriel unerschütterlich. Die kleinen Fältchen in seinen Augenwinkeln vertieften sich wieder. Seit er Colin hatte, war das Leben wieder fröhlich geworden. Er lachte viel mehr. War ausgeglichener und vor allem ausgelastet. „Ich werde Inez sagen, dass sie ihnen ein schönes Hotel besorgen soll. Sie hat ja durch ihre Umtriebigkeit gute Verbindungen.“

„Ja...und bitte eines, wo sie nicht gleich in 5 Minuten bei uns vor der Tür stehen kann.“ Colin wandte sich wieder seiner Soße zu. „Sonst werden wir Cat nie mehr loswerden....sie wird ständig an uns kleben....vornehmlich an dir und mich damit zur Weißglut bringen.“ Der Ire zückte den Kochlöffel und begann zu rühren, griff dann nach dem Weißwein auf der Arbeitsplatte und goss etwas von der Flüssigkeit hinzu.

„Meinst Du, sie legt es darauf an, uns einmal zu erwischen?“ Die Vorstellung belustigte ihn irgendwie. Gabriel nahm sich noch einen Becher des Gewürzweins. Wurde er langsam betrunken, weil er so frech war?

„Nun, für manche Mädchen soll die Vorstellung sehr anregend sein...“ Cole zuckte die Schultern, konnte sich aber nicht umdrehen, weil er rühren musste, damit der Käse nicht anbrannte. „Sie liebt es, mich zu ärgern und das kann sie am besten, wenn sie an dir klebt. Ich bin eifersüchtig wie der Teufel...“

Gabriel musste schon wieder lachen. Der blöde Alkohol. Das hatte er jetzt davon. „Ach komm schon, Schatz. Wie realistisch ist es, dass ich sie häufig sehe? Oder sie mich. Und selbst wenn ..... Ich bin durchwegs schwul und Cat hat eindeutig zu viele Rundungen an sich. Was natürlich nicht heißt, dass ich Deine nicht mag.“ Vorwitzig streichelte er Colins Hintern.

„Ich weiß ja....aber als ich in Irland gesehen habe, wie gut sie sich mit dir versteht, hätte ich sie fressen können. Immer hat sie dich berührt, wenn ich es gesehen habe, weil sie genau wusste, wie sehr mich das ärgert. Sie ist ein kleines Miststück...und trotzdem liebe ich sie.“ Cole stellte die herdplatte ab und rührte noch ein wenig weiter, bevor er den Topf runterzog und nach dem Fonduetopf griff, um umzufüllen. „So...jetzt schneid ich noch Brot und wenn du das Stövchen anmachen könnest, dann steht dem essen nichts mehr im Wege.“

Cat war wirklich kein einfaches Thema und Gabriel verstand auch nicht so recht, wieso Colin eifersüchtig war. Denn das war er trotz aller Liebe zu seiner Cousine. Jedenfalls tat er wie ihm geheißen und saß dann mit bettelnden Blick und wartete. „Huuuunger.“ murrte er grinsend.

Cole hatte das Brot geschnitten und hing dabei seinen Gedanken nach, es war auch nicht leicht zu erklären, warum er trotz aller Liebe auf Cat eifersüchtig war. Es hatte auch nicht direkt etwas mit Gabe zu tun, auch wenn das jetzt vielleicht so rüberkam. Cole war sich der Liebe von Gabe voll bewusst und er vertraute ihm. Die Eifersucht lag schon in der Kindheit begraben...rührte daher, das Cat in Irland geblieben war, während er nach Deutschland musste.
Der Ire schüttelte den Gedanken ab, als er Gabe hörte und lachte leise. „Schon gut....ich komm dich füttern..“ Cole nahm den Topf, stellte ihn auf das Stövchen und holte dann das Brot. „Wir können...“ lächelte er.

„Na endlich.“ meckerte er breitgrinsend und schnappte sich ein Stück Brot. Aufgespießt und einmal im flüssigen Käse umgerührt. „Mhmmmmm lecker.“ Er blinzelte Colin an und berührte ihn leicht an der Hand. Auch wenn er bei seinen Eltern gut gegessen hatte, so war er eben schon wieder hungrig. Und er ließ es sich leichten Herzens schmecken. Bei Colins Ausdauer kam er sowieso nicht dazu, viel Speck anzusetzen.

Colin setzte sich und grinste, als er Gabe beobachtete. „Nun, wenn’s dir schmeckt, bin ich wirklich zufrieden.“ Er griff nach seiner Gabel, spießte ein Stück Weißbrot auf und tunkte es in den Käse, zog Fäden aus dem Topf und drehte das Brot, um das zu unterbinden. Dann probierte der Ire vorsichtig und nickte. „Ist gut....und schmeckt nach mehr.“ Cole griff nach seinem Glas, schenkte zuerst Gabe und dann sich etwas Weißwein ein. „Auf uns...“ meinte er leise und hob das Glas, sah Gabe dabei tief in die Augen.

„Auf uns.“ Gabriel erwiderte den Blick lächelnd und stand dann auf. Er lehnte sich nach vor, griff nach Colins Nacken und zog ihn näher um ihn zu küssen. Colin schmeckte genauso käsig wie er selbst. Er küsste ihn gefühlvoll und gab ihn dann einen Nasenstüber. Dann setzte er sich wieder und prostete Colin zu. „Und was haben wir heute noch vor?“

Cole erwiderte den Kuss und rümpfte die Nase, er schmunzelte und sah Gabe an. „Du schmeckst nach Käse...aber sehr gut..“ stellte er dann lapidar fest und trank einen Schluck Wein. „Hm, ich weiß nicht.“ Der Ire stellte sein Glas ab und überlegte. „Wir können uns vor die Glotze kuscheln oder in die Badewanne und dann um Mitternacht auf den Dachgarten gehen, um das Feuerwerk anzusehen. Wir können auch nach dem Essen auf den Dachgarten gehen und hinterher unsere steifen Glieder im Bett aufwärmen. Oder du gehst mit mir in die Dunkelkammer und zeigst mir noch ein paar Sachen, die ich noch nicht kenne...“ den letzten Teil begleitete ein kleines, anzügliches Grinsen. „Oder was hast du dir gedacht?“

Gabriel lachte auf. „Ach was ... nach Käse?“ Genießerisch ließ er den Wein in seinem Glas kreisen, nahm noch einen Schluck und widmete sich dann wieder dem Käse und dem Brot. „Also ich bin mal für ein wenig Kuscheln vor der Glotze.“ meinte er dann. „Allerdings klingt der Vorschlag mit der Badewanne auch gut.“ Seine dunklen Augenbrauen hoben sich und er grinste Colin frech an. „Du bist ein Nimmersatt.“ stellte er dann fest und fixierte Cole mit seinen grauen Augen. „An welche Schweinerei denkst Du schon wieder?“

Colin blinzelte unschuldig. „Wie kommst du nur auf die Idee, das ich an Schweinereien denke?“ beschwerte er sich neckisch und tunkte noch ein Stück Brot in das Fondue, das er dann genüsslich verspeiste. „Du kannst mir in der Dunkelkammer doch auch andere Dinge zeigen? Zum Beispiel Fotos aus deiner Kindheit..“ Der Rothaarige sah Gabriel an und prustete dann los. „Schon gut....ich kann es nicht verleugnen, das ich schweinische Gedanken habe, wenn ich dich nur ansehe.“

„Ich könnte Dir meine Briefmarkensammlung zeigen.“ erwiderte Gabriel trocken und sah so richtig ernst drein. Doch lange hielt er das nicht aus und lachte wieder auf. „Ich weiß ja gar nicht, was Du immer mit der Dunkelkammer hast. Soooo aufregend ist es da auch wieder nicht.“ Seine grauen Augen blitzten frech auf und Gabriel griff wieder nach einem Stück Brot.

„Du hast einen Briefmarkensammlung? Wow...“ Cole grinste frech und schenkte Gabe einen unschuldigen Augenaufschlag. „Die musst du mir bei Gelegenheit wirklich mal vorführen...ich mag Briefmarken. Ich steh drauf, das man sie ablecken muss, damit sie kleben..“ meinte er dann lapidar und trank noch einen Schluck Wein. „Hm...die Dunkelkammer wird in dem Moment so richtig aufregend, wenn man das rote Licht auch ausmacht und sich nur noch lauschend und tastend fortbewegen kann, weil man absolut nichts mehr sieht.“



Gabriel schleckte sich ein wenig Käse vom Daumen und legte seinen Kopf schief. „Ein anderes Mal.“ Er hatte ja nicht mal eine Briefmarkensammlung. „Du willst doch bloß, dass ich die ganze Arbeit mache.“ meinte er dann frech. „Wie wäre es, wenn Du Dir mal was einfallen lässt.“ Natürlich meinte er es nicht ernst. Er war ja gern der aktive Part. Aber damit zog er Colin auch nur auf.

„Klar...ich bin ein fauler Hund, wusstest du das nicht?“ Cole sah Gabriel ernst an, nur in seinen Augen blitzte der Schalk. „Aber wenn du wirklich drauf bestehst, lass ich mir mal was einfallen. Ich werde dementsprechende Pläne schmieden, verlass dich drauf, mo cridhe..“ Er spießte noch ein Stück Brot auf seine Gabel und tauchte sie in den Käse, biss hinein und leckte sich das fett von den Lippen.

„Ich weiß, dass Du das bist.“ spöttelte Gabriel und legte schließlich seine Gabel weg. Es war zwar ausgesprochen lecker, aber überfressen musste er sich ja auch nicht. Gemütlich lehnte er sich zurück und nippte an dem Weißwein. „Schließlich musste ja ich die DVD’s besorgen. Hoffentlich sagt Dir auch ein Film zu, sonst lege ich mich einfach schmollen schlafen.“

„Nun, solche Sachen überlasse ich einfach gerne dir, weil ich deinem Geschmack vertraue..“ Cole lächelte und strich über Gabes Handrücken. „Du kennst mich und die kleinen Details die ich mag, so gut. Ich bezweifle, das du dich schmollend schlafen legen wirst und wenn dem doch der Fall ist, folge ich dir einfach.“

Es waren so kleine, einfache Gesten die Gabriel an Colin liebte und er lächelte ihn leicht an. „Ich habe Dir sogar einen Liebesfilm mitgebracht.“ Obgleich er bei dem erst selbst vermutlich einschlafen würde. Aber er war sich sicher, dass sein Freund ihn schon wecken würde.

Colin begann nun zu strahlen, denn wenn er etwas mochte, obwohl er es nie zugeben würde, dann waren es Filme mit einem Happy End...oder im allgemeinen auch Liebesfilme genannt. Da der Ire vor anderen und sich selbst immer vehement bestritt, auf diesen Kitsch zu stehen, benutzte er diese Umschreibung dafür. „Wirklich? Äh, ich meine, du weißt, das ich auf diesen Kitsch eigentlich nicht stehe, ja?“ sagte er dann nicht ganz ernst und zwinkerte Gabriel zu. „Aber weil du es mitgebracht hast, werden wir es auch ansehen...“

„Ich weiß.“ Ein teuflisches Grinsen umspielte seine Mundwinkel. Oh ja, er wusste von Colins Geschmacksverwirrungen. Er selbst hatte es ja da nicht so mit der Romantik in Filmen. Er mochte Kriegsfilme und Dramen. Etwas was Colin dafür nicht wirklich mochte.
„Geh schon mal vor und such Dir was aus.“ schlug Gabriel blinzelnd vor und streckte seine langen Beine. „Ich räume hier mal das Chaos auf und komm gleich nach.“

Colin nahm einen letzten Bissen und nickte dann. Er erhob sich, nahm ihre Gläser und die Flasche und hauchte Gabriel im Vorbeigehen einen Kuss auf die Lippen. „Mach nicht soviel...das läuft uns nicht weg. Ich will lieber mit dir kuscheln..“ schnurrte der Ire dann und ging voraus auf die Couch, durchforstete die Filme, die der Schwarzhaarige mitgebracht hatte.

„Klar doch.“ Gabriel gab Colin noch einen Klapps auf den Hintern und begann dann das benutzte Geschirr wegzuräumen. Zum Glück gab es ja die Spülmaschine. Nachdem er noch die Arbeitsflächen und den Tisch mit einem feuchten Tuch gesäubert hatte, löschte er das Licht und folgte Colin in den Wohnbereich. Dabei zündete er sich eine Zigarette an und platzierte sich schließlich lässig und gemütlich auf dem Sofa. Seine langen Beine legte er auf dem kleinen Tisch ab. Hoffentlich wurde es nicht zu kitschig. Aber Colin liebte diesen Kitsch ja. Das eine Mal würde er es schon überleben.

Cole hatte die Dvd bereits eingelegt, am besten, sie fingen mit Romantik an und gingen dann zu einem Drama über....das war dann eher nach Gabes Geschmack und er hoffte, der Schwarzhaarige würde bis dahin durchhalten. Ohne weiteren Kommentar kuschelte er sich an Gabe, als dieser sich niederließ. „Bist du bereit für meine kleine Dosis Kitsch?“ fragte Cole dann mit einem Lächeln und sah Gabe abwartend an, die Fernbedienung in der Hand.

Nach dem Sex und dem guten Essen fühlte Gabriel sich bereits träge und müde. Und genauso lümmelte er auch auf dem Sofa. „Klar. Wenn ich einschlafe, dann musst Du mich halt wecken.“ feixte er grinsend und dämpfte dann seine Zigarette aus. Ächzend entzog er sich Colin, stellte den Aschenbecher ab und lehnte sich dann wieder zurück. Aus der Flimmerkiste war schon süßliche Musik zu hören. Gabriel legte seinen Arm um Colins Schultern. „Worum geht es denn?“ fragte er.