Tsk. Inez schüttelte den Kopf und sah wieder zu Colin, der war ja nun nicht so missraten wie Gabriel. "Dann lad sie doch mal ein. Sie kann ja auch bei uns wohnen. Das Haus ist groß genug." bot sie großzügig an.

Cole grinste, Gabriel hatte ihm ja sehr deutlich gemacht, was er von Cats Fahrkünsten hielt, als sie in Irland gewesen waren. Was er zu seinen eigenen sagte, darüber wollte der Ire jetzt allerdings lieber nicht nachdenken.

„Eingeladen haben wir sie schon“ sagte er deshalb zu Inez. „Sie wollte ja hier wohnen und sie wollte mit Großmutter kommen, aber im Moment klappt das wohl nicht so, wie sie sich das denken. Sie haben zuviel Arbeit....Caitlean sagte, sie müsse noch zwei Pferde trainieren, was keinen Aufschub duldet, da diese Tier wohl zum Derby antreten sollen. Da wird der Besuch wohl erst wieder gegen Sommer spruchreif werden.“

"Oh." Inez hob ihre gepflegten Augenbrauen. "Sie trainiert die Pferde selbst?" Inzwischen wusste sie ja schon ein wenig was über den Wildfang, aber dass sie auch die Pferde trainierte? War das nicht Männerarbeit? Emanzipation hin oder her.

„Mein Onkel Charles und Caitlean machen das gemeinsam, aber mein Onkel ist zu schwer, um sie auf der Bahn zu reiten. Also macht das Cat und die macht es gern. Ich glaube, sie würde am liebsten selber mal bei einem Derby mitreiten, aber da hat sie keine Chance. Das ist eine absolute Männerdomäne, als Frau wäre sie da ne Lachnummer, egal was sie kann.“ Cole lächelte als er mit Inez sprach, so sehr er auch über Caitlean lästerte, man merkte wie lieb er sie hatte.

"Achso. Na ja davon verstehe ich nicht viel." gab Inez zu und zuckte leicht mit den Schultern. "Aber es ist bewundernswert, dass sie sich trotzdem in so eine Männerdomäne reinwagt." zollte sie Cat Anerkennung.

„Nun, sie ist sehr burschikos und kann fluchen wie ein Bierkutscher..“ sagte Colin trocken. „Ich glaube, ich habe sie nur ein einziges Mal in einem Kleid gesehen, das war, als sie 5 Jahre alt war. Irgendwann hat sie dann festgestellt, das es bequemer ist, mit Hosen auf Bäume und Zäune zu klettern....und das ist geblieben.“

Inez lachte auf. "Ich würde sie wirklich gern kennen lernen, Colin. Vielleicht kannst Du sie ja doch schon im Frühjahr einladen."

„Ich kann es versuchen. Aber wir können das ganze auch herumdrehen....dann sag ich meiner Oma Bescheid und wir fliegen nach Irland.....du und Karl, Camilla und Jonathan, wenn sie mag und ich mit Gabriel....das heißt, wenn die beiden Herren hier sich mal ein paar Tage freimachen können.“ Colin wandte den Blick von Inez ab, um Karl und dann Gabriel fragend zu mustern.

Gabriel zuckte nur leicht mit den Schultern. Er konnte das ja nicht entscheiden.

"Das wäre wirklich sehr reizend, Colin." meinte Inez lächelnd und löffelte die Überreste des Obers aus ihrer Kaffeetasse. "Aber ich muss ja die Vorlesungen halten und im Semester die Arbeiten bewerten. Aber wir werden uns schon irgendwann einmal alle kennen lernen."

Colin nickte, daran hatte er nun wieder nicht gedacht, vor lauter Euphorie hatte er das Studium und alles, was damit zusammenhing, ganz weit weg geschoben. Aber leider hatte sie ja ihr Alltag wieder. „Entschuldige, ich hab das grade verdrängt gehabt..“ sagte der Ire dann mit einem Lächeln. „Ich bin sicher, das klappt irgendwann. Vielleicht ist es auch ratsamer, du lernst meine Familie stückchenweise kennen..“ Cole lachte auf. „Erstmal Caitlean und dann denn Rest.“



"Vielleicht erst den Rest und dann Caitlean." murmelte Gabriel in seine Kaffeetasse und grinste unwillkürlich, als er einen spöttischen Blick seines Vaters bemerkte.

"Na wie dem auch sei." Karl war eben der Pragmatiker. "Wir können ja auch nicht so einfach bei Deiner Familie einfallen ... so mit Mann und Maus."

Cole warf Gabriel einen missbilligenden Blick zu, so schlimm war seine Cousine ja nun auch wieder nicht. „Nun, das ist kein Problem, das Haus ist groß genug und meine Oma liebt viele Leute um sich herum. Und sie ist völlig hin und weg von Gabriel, also wird sie darauf brennen, seine Familie kennen zu lernen.“ Erklärte der Rothaarige, während er an seiner Kaffeetasse nippte.
„Und Jonathan wird nach Strich und Faden verwöhnt werden, wir sind alle kinderlieb und meine Oma löchert Cat immer wieder wegen einem Urenkel, weil ich ja in dieser Hinsicht nicht dienlich bin..“ Ein kleines sarkastisches Lächeln zierte Cole Mundwinkel, dann sprach er weiter. „Dabei hat sie nicht mal einen Freund...zu beschäftigt. Sie hilft auf dem Hof, was sie kann und nebenbei lernt sie alles wichtige, was sie braucht, um das Gestüt einmal leiten zu können.“
Der Ire lächelte nun wieder herzlich und schob seine Tasse weg. „Mag jemand was anderes trinken? Mineral......oder vielleicht einen Cognac?“ fragte er dann.

"Sorry, dazu sehe ich mich nicht in der Lage." Gabriel blinzelte, erhob sich und räumte dann den Tisch ab. Er holte auch gleich automatisch den Cognac. Sein Vater würde bestimmt nicht nein sagen.

"Ich hätte nur gern ein Glas Mineralwasser, Colin." bat Inez und stellte die Teller zusammen, damit Gabriel sie gleich nehmen konnte. "Aber vielleicht fliegen wir ja wieder einmal auf einen Kurzurlaub weg." versuchte sie Karl ein wenig aus der Reserve zu locken.

"Klar. Und dann gehen wir Colin's Familie auf die Nerven." spöttelte der.

Colin erhob sich und nahm die Kaffeekanne mit. „Ich bring dir dein Wasser gleich, Inez..“ sagte er und tauchte in den Tiefen des Kühlschrankes herum, um eine Flasche Wasser zu holen. Der Ire reckte sich und nahm ein Glas aus dem Küchenschrank, goss es voll und kam damit zurück an den Tisch. „Bitte...“ lächelte er und setzte sich wieder. „Das Jahr ist ja noch lang....also müssen wir auch jetzt nichts übers Knie brechen.“
Cole sah auf, als Gabriel zurückkam und lächelte ihn liebevoll an. „Für mich keinen Alkohol..“ sagte er dann.

"Dank Dir." Inez trank einen durstigen Schluck und lächelte Colin dann zu. "Wie läuft es eigentlich mit Deinem Studium?" fragte sie dann.

"Für mich bitte auch nur einen Fingerbreit." meinte Karl und prostete sich mit Gabriel zu. "Wir wollten dann noch zu den Immerhofs."

Gabriel stellte die Cognacflasche auf die Arbeitsfläche und setzte sich dann wieder neben Colin. Seine linken Hand ruhte auf dessen Oberschenkel, mit der anderen erwärmte er den Cognac in seinem Glas. "Das artete bei euch ja richtig in Stress aus." bemerkte er ein wenig spöttisch.

"Gelegentlich." Karl grinste schief und warf seiner Frau einen spöttischen Blick zu.

Cole durchlief ein wohliger Schauer bei der Berührung, er warf Gabe einen kurzen Seitenblick zu, blinzelte und wandte seine Aufmerksamkeit dann Inez zu. „Es läuft gut, dadurch, das ich jetzt auch beim Verlag gekündigt habe, kann ich mich voll und ganz reinknien. Ich verdiene mir mit kleineren Aufträgen etwas dazu und hoffe, ich kann in der Mindestzeit abschließen.“ Der Ire hatte es sich nicht nehmen lassen, er hatte mit Bernd ausgehandelt, das er immer wieder zu kleineren Aufträgen herangezogen wurde. Nichts langfristiges und auch nichts, was ihn von Gabriel wegführte, aber doch ein wenig Geld einbrachte. Cole wollte nicht nur von dem Geld leben, was ihm sein Vater als Anteil am Gewinn des Gestüts überwies....und er ließ sich auch nicht nehmen, sich am Haushalt zu beteiligen. Deswegen hatte er sein Auto auch noch....zu einem neuen war er im Moment einfach zu geizig.
Der Ire holte sich auch ein Glas Wasser und begann dann, Inez ausführlich von seinem Studium zu erzählen.

Während Inez und Colin sich unterhielten, feixten Gabriel und sein Vater ein wenig hin und her. Über die Arbeit unterhielten sie sich nicht. Es langte, wenn sie das am Montag wieder taten.

Inez war begeistert über Colins Einsatz beim Studium. Sie wünschte sich auch ein paar Streber in ihren Kursen. Aber die Kinder reicher Eltern, brauchten ja immer ewig. Rafe war ja das beste Beispiel dafür.
Draußen dunkelte es schon wieder, als Inez sich schließlich erhob. "Ich muss noch schnell wohin." meinte sie blinzelnd und verschwand in Richtung Toilette.

Auch Karl erhob sich und streckte seinen langen Körper durch. "Ich hoffe, ihr kommt uns bald wieder mal besuchen." meinte Karl Reininger zu Colin und lächelte flüchtig - so wie es eben seine Art war.

Cole sah erstaunt auf die Uhr und grinste dann „Schon wieder so spät....hab ich gar nicht mitgekriegt..“ lachte er leise und erhob sich, räumte rasch die Gläser vom Tisch. „Sicher....und ihr auch....es war schön, mal wieder so zu ratschen.“ Der Ire grinste und erwiderte das Lächeln. „Ich pack dir noch rasch etwas vom Kuchen ein...“ meinte Cole dann und bewaffnete sich mit Alufolie, um Karl eine große Portion Apfelkuchen einzupacken.

"Großartige Idee, Danke Colin." Karl's Lächeln wurde eine Spur wärmer und er ließ sich von Gabriel seine Jacke geben. Geduldig wartete Gabriel mit dem Kurzmantel seiner Mutter. Inez' Grinsen verhieß nichts Gutes, als sie wieder zu ihnen stieß und sich von ihrem Sohn in den Mantel helfen ließ.

Nach dem Besuch auf der Toilette war sie zwangsläufig in den Nassbereich gegangen, um sich die Hände zu waschen. Belustigt hatte sie eine Tube Gel neben der Zahnpasta liegen gesehen. "Gibt es eine neue Zahnpastasorte?" fragte sie unschuldig und grinste dann ein wenig hämisch als Gabriel sich hustend wegdrehte. "Schon gut, Söhnchen. Ich bin erwachsen." feixte sie und ging am Arm ihres Mannes zum Aufzug. "Vielen Dank für die Einladung." Wie schon zur Begrüßung küssten sie Colin wie auch Gabriel.

„Nichts zu danken...immer wieder gern..“ schmunzelte Cole und reichte Karl das Päckchen mit dem Kuchen. Dann wartete zusammen mit den beiden auf Inez und natürlich...prompt wurde er aufgrund ihrer Bemerkung rot. Eigentlich hatte der Ire gedacht, es diesmal unbeschadet zu überstehen. „Nun ja...“ meinte er nur und erwiderte den Abschiedskuss. „Wichtige Dinge hat man eben gern in Griffweite.“ Cole griente und winkte dem Lastenaufzug hinterher, sah dann Gabriel an, lächelte nur. „Allein...“ schnurrte er.

"Auja." seufzte Gabriel und nahm seinen Freund in den Arm. "So sehr ich sie auch liebe ... Inez hat wirklich eine Gabe, die Sache auf den Punkt zu bringen." spöttelte er leise und rieb seine Nase gegen Cole's. "Ich fühl mich richtig vollgefressen von dem Kuchen. Und ich spür auch den Cognac."

„An die blöde Tube auf der Ablage im Bad hab ich auch gar nicht mehr gedacht..“ Cole kuschelte sich in Gabriels Arm und grinste, küsste ihn dann liebevoll auf die Lippen. „Ist ja auch nicht weiter schlimm, ich nehme an, deine Mutter wird wissen, das wir Abends im Bett keine Schäfchen zählen..“ meinte er, als er sich wieder gelöst hatte und sah Gabriel forschend an. „Magst du ein bisschen hinliegen? Auf dem Sofa? Ich räum die Küche auf und komm dann auch gleich, hm?“

"Naja. Ich hab sie in den Glauben gelassen, dass wir Schäfchen zählen." spöttelte der Dunkelhaarige frech. "Naja ... soviel ist doch nicht mehr wegzuräumen." meinte Gabriel in Bezug auf die Küche. "Aber ich werd mich wirklich ein wenig hinlegen. Der Alkohol ist ganz schön eingefahren."

„Aus diesem Grund hab ich keinen getrunken, sonst wurde ich jetzt bereits schlafen, hier an deine Brust gekuschelt und im Stehen..“ Colin strich Gabriel eine Strähne aus der Stirn. „Ich pack nur die Teller in die Spülmaschine dann komm ich auch...außerdem muss ich dringend eine rauchen. Geh du nur ins Bett, mein Großer, genieß die faule Zeit, so lange du sie noch hast“ spöttelte Cole und grinste dabei.

Träge strich Gabriel seinem Freund über den Rücken und küsste ihn sanft. "Ich wart im Wohnzimmer auf Dich und rauch auch mal eine. Aber mach Dir nicht zuviel Mühe." Er drückte ihm noch einen Kuss auf die Lippen und verschwand dann in Richtung Sofa, auf dem er sich prompt lang machte.

Cole leckte sich über die Lippen und nickte. „Ich komme gleich....nur eine Zigarette und ein wenig einräumen.“ Er sah Gabe nach und wandte sich dann dem Kochbereich zu, wischte den Tisch ab und räumte die Maschine ein, rauchte nebenbei seine Zigarette. Dann nahm er die Fasche Mineralwasser und zwei Gläser und gesellte sich zu dem Dunkelhaarigen auf die Couch, kuschelte sich an ihn. „Und jetzt faul sein....“ seufzte der Ire wohlig und legte den Kopf auf Gabes Brust.



"Vier Tage noch." grummelte Gabriel und dämpfte seine Zigarette aus. Zu diesem Zwecke musste er sich halb über Colin rollen und kam ihm ziemlich nah. "Ich hab so gar keinen Bock auf Arbeit." gab er zu und rollte sich wieder zurück.

Colin schloss die Augen und atmete tief ein...Gabes unverwechselbaren Geruch wollte er genießen und bedauerte es, das dieser sich wieder zurückrollte.
„Ich muss ja auch wieder in die Uni, leider. Es ist herrlich, mit dir zu Hause zu sein und zu faulenzen, den ganzen tag in deiner Nähe zu verbringen. Aber mo cridhe, ich glaube, auf die Dauer wäre das nichts für dich, hab ich Recht? Du brauchst deine Arbeit.....und wenn wir nur aufeinander hocken, werden wir uns vielleicht doch irgendwann mal auf die Nerven gehen.“



"Möglich." murmelte Gabriel in Colin's Halsbeuge. "Aber trotzdem. Das heißt dann wieder Anzug und Krawatte. Nichts mit Shorts und rumgammeln." Aber Colin hatte recht. Ein wenig Freiraum brauchte jeder für sich, damit sie dann das Zusammensein genießen konnten.

„Hm...nicht sooo schlimm..“ Colin strich mit den Fingerspitzen über Gabriels Brust und malte kleine Kreise. „Wenn du nach Hause kommst, versprech ich dir, werde ich an der Tür stehen und dich Stück für Stück aus deinem Anzug schälen und dir deine Schlabberklamotten reichen..“ Der Ire grinste anzüglich und verschwieg wohlweißlich, wie viel Zeit er zwischen ausziehen und Klamotten reichen vergehen lassen wollte.



Gabriel guckte träge. "Ich dachte, ich darf nackt bleiben." gab er trocken zurück und schloss dann die Augen. Mhmm war das kuschelig.

Colin lachte leise auf „Nackt bist du eine viel zu große Versuchung für mich...da komm ich ja gar nicht mehr runter und werde völlig ausgezehrt und bleich jeden Morgen in die Uni schleichen..“ Die Stimme des Iren wurde leiser und er hauchte einen Kuss auf Gabes Mundwinkel. „Ich liebe dich...ob im Anzug, nackt oder in Schlabberklamotten....und verrückt nach dir bin ich so oder so. Wenn du wüsstest, was ich manchmal so denke, wenn ich in einer langweiligen Vorlesung sitze..“

Er hielt seine Augen geschlossen und grinste. "Ach ja. Erzähl mir davon und ich versuchs mir dann vorzustellen, wie Du Dir die langweilige Zeit vertreibst."



Cole grinste und fuhr fort, Muster auf Gabes Brust zu zeichnen. „Ich weiß nicht, ob es jetzt so das richtige wäre...es ist ja anregend und ich wollte eigentlich nur ein bisschen kuscheln..“ schnurrte der Ire und rutschte noch näher, legte ein Bein über Gabes und schloss die Augen. „Zu Beispiel hab ich mir in einer Vorlesung die ganze Sache mit der Dunkelkammer ausgemalt...und musste nach dem Läuten noch ne Weile sitzen bleiben, weil es sonst zu peinlich gewesen wäre, in die Mensa zu gehen.“ Schnurrte er dann.

"Hmm bist Du sicher, dass Du das Richtige studierst, wenn Du solche Phantasien hast?" Gabriel öffnete die Augen und lachte Colin an.

Cole erwiderte den Blick und grinste verschmitzt: „Ich denke schon...es gibt ja nicht nur langweilige Vorlesungen. Und von den anderen profitierst du ja auch. Ich muss mich dann nur immer beherrschen, dir keine SMS zu schreiben....nicht das du wieder in peinliche Situationen kommst..“ Der Ire räkelte sich vergnügt und schmiegte sich dann wieder an. „Ich bin grade so faul....“ seufzte er dann ergeben. „Und das ist richtig gut.“

"Die dreckige SMS eine Woche vor Weihnachten war auch ziemlich ... anregend." gestand Gabriel brummelig. "Ich wär fast rot geworden." Na ja mitten in einer Besprechung ... eine detaillierte Beschreibung von Colins Phantasien war ja auch anregend. Irgendwie.

„Ich werde mich in Zukunft zurückhalten, mo cridhe“ Cole küsste Gabes Hals und seufzte leise. „Aber in dem Moment musste das raus, sonst wäre ich explodiert..“ Er lachte leise und vergrub die Nase in der Halsbeuge des Dunkelhaarigen. „Ich werd bestimmt mal ruhiger werden...denke ich doch.“

"Wer es glaubt wird selig. Und jetzt hör auf mich anzumachen." grummelte er blinzelnd. "Sonst ist heute Nacht nix los mit mir." Gabriel drehte sich ein wenig zu Colin. "Jetzt überlegen wir mal, wie wir das mit Cat und Rafe angehen."

Colin streckte Gabriel die Zunge raus. „Als ob es dich stören würde....und ich mach dich gar nicht an..“ grummelte er und schwieg dann, überlegte. „Nun, wir nehmen Cat mit auf die Finca. Und dein Bruder wird dann schon dort sein....und dann müssen wir der natur einfach ihren Lauf lassen....oder so..“ Der Ire knabberte an seiner Unterlippe. „Ich hoffe mal, das es so einfach ist und sie sich nicht auf den ersten Blick unsympathisch finden.“

"Naja das ist klar." Gabriel machte es sich jetzt so richtig gemütlich und umarmte Colin. "Aber wie soll das von statten gehen ...? Ich mein, fliegen wir zu Dritt runter, oder treffen wir uns mit Cat dann unten in Spanien?"

Cole schmiegte sich ohne weiteren Kommentar in Gabriels Arm und dachte nach. „Ich glaube, es ist besser zu dritt runter zu fliegen. Also das Cat nach Hamburg fliegt und wir sie vielleicht am Flughafen aufgabeln und dann weiterfliegen?“ Er räusperte sich leicht. „Ich möchte sie nicht unbedingt noch tagelang hier bei uns haben...da fühle ich mich dann nicht so ungefangen..“ murmelte der Ire dann verlegen.

Das entbehrte nicht einer gewissen Logik. Cat sprach ja kein Spanisch und es wäre logistisch auch leichter zu bewältigen. "Na ja, ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht ... wo wir sie hier unterbringen sollen. Hier im Loft."

„Das außerdem.“ Cole war immer noch verlegen. „Aber ich will sie nicht da haben, weil ich dich dann nicht mehr ungeniert unter der Dusche verführen kann...oder in der Küche....nicht mal im Nett. Ich hätte ständig das Gefühl, sie stünde hinter mir und verteile Haltungsnoten..“ Der Ire kratze sich am Hinterkopf. „Es wäre nicht gut für unsere Libido..“

Gabriel lachte auf. "Nicht mal für zwei Tage kannst Du die Finger von mir lassen?" zog er Colin auf. Aber sein Freund hatte Recht. Auch Gabriel mochte keine Fremden in ihrer Wohnung - ja es war nun ihre Wohnung und nicht mehr allein die seine. "Zum Glück ist die Finca groß genug. Da werden wir ja ein ungestörtes Plätzchen finden .... für uns zwei."

„Zwei Tage?“ Colin hob den Kopf und sah Gabriel regelrecht entsetzt an. „Ich kann nicht mal für 10 Minuten die Finger von dir lassen, wenn du in meiner Nähe bist....also sind zwei Tage Folter ersten Grades.“ Der Ire blies sich eine Strähne aus der Stirn.
„Ich hoffe doch, das sie nicht ungefragt in unser Schlafzimmer platzen, ansonsten können sie mich mal in Action erleben..“ bekräftigte er dann. „Da will ich mit dir allein sein..“

"Ich bezweifle, dass Rafe sich zwei nackte Kerle ansehen will." lachte Gabriel herzlich. Er hatte schon öfters mit seinem Bruder Urlaub gemacht und sie waren auch am Fkk-Strand gewesen. Rafe hatte eine ähnlich exhibitionistische Art wie er. Allerdings stand er eben nicht auf Männer, sondern auf Frauen. "Allerdings könnte es passieren, dass Du ihn nackt im Pool erwischt. So am frühen Morgen, wenn er von seinen Party's nach Hause kommt und er Abkühlung braucht."
„Nun, er wär nicht der erste Kerl, den ich nackt sehe und ich bezweifle, das mich das sonderlich beeindrucken wird. Ich steh auf dich und nicht auf deinen Bruder..“ Colin lächelte und kraulte Gabriel den Nacken. „Aber danke, das du mich warnst...vielleicht wäre es ihm ja peinlich.“

"Glaub ich kaum." Er lachte abermals. "Es gehört schon einiges dazu, dass Rafe rot wird. Und er weiß, dass Du auf mich stehst und nicht auf ihn. Er wird also keine Panikattacken reiten, wenn Du plötzlich neben ihm auftauchst. Außer Du tatscht ihm auf den Hintern, dann könnte er doch stutzig werden."

Colin begann zu grinsen und überlegte. „Gut.. dann weiß ich ja, womit ich ihn wirklich schocken kann. Kann unter Umständen ganz nützlich sein,“ Er lachte leise und schüttelte den Kopf. „Aber bei meinem Glück tatscht er nach der ersten Schrecksekunde zurück....und dann bin ich es, der rot wird. Also lass ich das lieber. Bei euch Reinigers weiß man nie.. ihr seid nicht berechenbar.“

"Und wäre Dir das soooo unangenehm?" fragte Gabriel mit einem teuflischen Grinsen auf den Lippen. Rafe war nicht mal einen Hauch von schwul und doch kannte Gabriel seinen Bruder nur zu gut. Wenn er betrunken war, dann könnte er sich schon mit einem Klapps auf Colins Kehrseite. "Wo wir uns doch so ähnlich sehen und in der Nacht sind alle Katzen grau." spöttelte er weiter.

Colin sah Gabriel an und blies die Backen auf. „Also das ist ja wohl....“ begann er und holte tief Luft. „Mo cridhe...von wegen in der Nacht sind alle Katzen grau. Du riechst anders und du schmeckst anders....denkst du, ich würde das nicht bemerken?“ Der Ire zog die Nase kraus. „Verarsch mich nicht....ich bezweifle, das du davon begeistert wärst. Oder würde dir das nichts ausmachen, wenn dein Bruder an mir rumfummelt?“

"Er würde nicht an Dir rumfummeln." gab Gabriel im Brustton seiner Überzeugung zurück. "Selbst besoffen würde der sich nichts mit einem Kerl anfangen." Der Dunkelhaarige zog Colin ganz fest an sich und streichelte über seinen Bauch. "Und es würde mich stören. Egal wer es ist." Er war wieder ernst geworden und sah Colin in die Augen. "Nur ich darf fummeln und streicheln ... und dabei sein, wenn Du schreiend kommst. Nur ich."

„Na das will ich auch hoffen...“ schnurrte Colin versöhnlich und kraulte Gabriels Nacken. „Und ich kann dir versichern, das ich auch niemand anderen daran teilhaben lassen würde. Ich liebe dich, und ausschließlich dich. Und nur für dich schreie ich....zumindest vor Lust. Vor Wut kann ich auch mit Cat schreien..“ grinste er dann.

"Danke." erwiderte der Dunkelhaarige trocken. "Und wenn Du mit ihr streitest, dann bitte auf Gälisch." feixte er. "Ich muss nämlich nicht alles wissen." Außerdem war es ihm unangenehm. Er hatte es einmal mitbekommen, wie Cat und Cole sich in Irland gezofft hatten. Dabei verstand Gabriel das Problem ja gar nicht. Wenn Cat gucken wollte, dann sollte sie doch.

„Ich werds versuchen..“ Cole lächelte und seufzte dann. „Es ist schwierig zu erklären.....ich hab Caitlean wirklich sehr lieb, aber mit manchen Dingen kann sie mich auf die Palme bringen. Sie flirtet mit dir, weil sie weiß, das ich eifersüchtig bin...und selbst wenn ich weiß, das es nur Blödsinn ist, weil du mich liebst...es nagt an mir. Ich frage mich dann warum sie das macht....und manchmal glaub ich, sie tut das unbewusst, um mir eins auszuwischen. Sie hat als kleines Mädchen das erste Jahr, als ich in dem Ferien kam...nach der Scheidung, fast zwei Wochen kein Wort mit mir gesprochen, weil sie der Meinung war, ich hab sie im Stich gelassen...wir hingen als Kinder sehr aneinander. Und vielleicht denkt sie das heute auch immer noch.“ Der Ire seufzte leise. „Und ich...ich hab sie beneidet, weil sie noch ne intakte Familie hatte und in Irland bleiben durfte. „ Cole kuschelte sich wieder an Gabriel. „Genug Seelenstriptease für heute...“

Um Himmels willen. Gabriel zwinkerte ja auch der Kioskbesitzerin um die Ecke zu. Aber offenbar reagierte Colin wirklich immer nur bei Cat so ... sensibel oder auch hysterisch. Wie man es eben wollte. "Okay. Ich werde mir eine Plastiktüte überziehen und erst aus dem Zimmer gehen, wenn sie nicht da ist." Damit Colin sich nicht gleich schmollend verzog, rollte Gabriel sich über seinen Freund und sah auf ihn nieder. "Lass sie doch. Wenn sie mir zublinzelt, dann ist das so wie ... wenn mich ein Hund anguckt. Da ist nichts, was mich nur im Geringsten anturnt. Wenn sie mir auf den Arsch schaut, dann lass sie doch. Mehr als schauen ist ja auch nicht drin. Und Du weißt das genau." Gabriel konnte wirklich nicht verstehen, wie man sich so auf die Palme treiben lassen konnte. Schon gar nicht von einer Frau.

Colin blies die Backen auf und wollte etwas erwidern, seufzte dann aber nur. Gabriel hatte ja recht...es war einfach nur Blödsinn und er sollte es dringend abstellen. Aber bei Caitlean war der Ire einfach immer noch wie ein kleiner Junge. „Ich weiß ja, das du Recht hast...“ sagte er widerstrebend zugebend. „Und ich werds versuchen....im Urlaub. Aber bitte zerreiß mich nicht in der Luft, wenn es nicht gleich klappt....Cat kann sehr nervend sein.. ein richtiges Biest. Und ich bin bei ihr immer so impulsiv..“ murmelte der Rothaarige leise und legte seine Hand in Gabes Nacken, sah ihm in die Augen. „Du bist eben verdammt attraktiv.“

"Gute Idee, Schatz. Ich will mich im Urlaub nämlich entspannen und nicht als Prellbock herhalten müssen." feixte Gabriel. Aber wenn ihr Plan aufging, dann war Cat eh mit Rafe beschäftigt. Wie auch immer. Kurz sah er noch einmal Colin in die Augen und legte seinen Kopf dann an Cole's Schulter ab, verlagerte ein wenig sein Gewicht. "Vielleicht sollte ich sowieso in Deckung gehen, wenn Rafe sieht, dass wir da alle anrücken." meinte er ein wenig spöttisch.

Cole nahm den Arm hoch und kraulte sich durch Gabriels Haare, das machte er gern, wenn diese so bei ihm lag. Es wirkte beruhigend auf ihn und auf den Dunkelhaarigen wohl auch, denn dieser hatte sich noch nie beschwert. „Wir erklären ihm einfach, das wir ihn gern noch sehen wollten....wir müssen es dann eben wirklich so machen, das wir hinunterfliegen, wenn er nur noch ne Woche da ist. Entweder es funkt in dieser Woche, oder es funkt nicht....und dann kann man so oder so nichts machen.“ Meinte der Ire dann leise.

"Ich kann ihm ja auch sagen, dass wir uns in der Woche geirrt haben." meinte Gabriel trocken und schloss genießend die Augen. "Vermutlich ist er sowieso so betrunken, dass er es anfangs gar nicht checkt, wer da alles anrollt."

„Kannst du auch machen, ist vielleicht glaubwürdiger..“ sagte Cole nachdenklich und seufzte leise. „Ich freu mich schon...nicht nur wegen der ganzen Kuppelsache, weil ich ja nicht mal weiß, ob das klappt, nein allgemein. Dann haben wir ne ganze Zeit lang gearbeitet und endlich wieder zeit füreinander....und an die Finca habe ich so oder so nur die besten Erinnerungen.“ Der Ire lächelte und hauchte Gabe einen Kuss auf die Schulter. „Du wirst noch eingespannter sein in der Kanzlei......das ist mir klar....und vielleicht auch oft erst spät nach Hause kommen.“

"Ich muss eben Erfahrung sammeln, damit ich dann meine Prüfung machen kann. Aber das dauert ja eh noch mindestens drei Jahre, bevor ich antreten kann." antwortete der Dunkelhaarige ein wenig lapidar. Er hatte ja keine Prüfungsangst. "Aber ich freu mich auch schon. Machst Du die nächsten Tage mal was mit Cat aus, damit ich dann die Flüge buchen kann?"

„Ja ich weiß. Wenn ich mit dem Studium fertig bin, werde ich auch einer mehr oder weniger geregelten Arbeit nachgehen....noch weniger Zeit..“ Colin nickte und vergrub die Nase in Gabriels haar. „Ich werd sie morgen anrufen......aber versprich mir was, Gabe.“ Der Ire hob den Kopf und suchte den Blick des Dunkelhaarigen. „Das wir uns trotzdem weiterhin Zeit füreinander nehmen. Ich will nicht, das unsere Beziehung im Alltagstrott untergeht......und wir vor lauter Arbeit nicht mehr an das Wesentliche denken.“

Gabriel schlug die Augen wieder auf und sah ein wenig träge zu Colin. "Aber Schatz. Bisher haben wir es doch eh immer schön hinbekommen, oder nicht?" Die Wochenenden hatten sie doch wirklich immer intensiv genutzt und selbst unter der Woche hatte Gabriel sich bemüht vor 18.00 Uhr zu Hause zu sein. Oder hatte Colin das Gefühl, dass er ihn vernachlässigte? Prüfend musterte Gabriel das Gesicht seines Freundes.

„Seither arbeite ich auch noch nicht..“ sagte Colin leise. „Bisher ist es traumhaft und ich möchte, das es so bleibt. Aber ich kenne mich, wenn mich dann etwas packt, bin ich ehrgeizig. Ich wollte nur damit sagen, das auch du mich bremst, wenn du das Gefühl hast ich tue zuviel für mich und zu wenig für uns..“ Der Ire sah Gabe an und lächelte. „Schau nicht so...ich fühl mich verdammt wohl so wie es jetzt ist.“

"Hmm ..." Gabriel kuschelte sich wieder an Colin. "Dass wir für unser Geld arbeiten müssen, ist doch klar. Aber mit ein wenig guten Willen geht alles." behauptete er dann. "Und bisher haben wir uns ja auch gegenseitig unsere Freiräume zugestanden." Er fand es müßig darüber zu sprechen. Immerhin lief es doch gut und was sollte sich ändern?

„Schon gut, mo cridhe....ich wollte es nur erwähnt haben.“ Colin kuschelte seine Nase wieder in Gabes Halsbeuge und kraulte weiter. Dann gähnte er herzhaft. „Was meinst du, Großer, sollen wir ins Bett?“ fragte der Ire und rieb sich die Tränen aus den Augenwinkeln, die durch das Gähnen entstanden waren. „Allmählich werd ich müde.“

"Okay." Auch Gabriel gähnte etwas und nickte dann träge. "Ja. Morgen ist auch noch ein Tag und der blöde Alkohol hat mich ganz müde gemacht." Dabei war es sicher erst nach 18.00 Uhr oder so. Aber sie hatten sich an diesem Tag ja auch schon einige Begegnungen der anstrengenden, wenn auch lustvollen Art geliefert. Gabriel rappelte sich schließlich hoch und strich sich durch die Haare. "Ich will ins Bett." quengelte er wie ein Kleinkind und zog Colin hoch.

Colin ließ sich hochziehen und lachte leise auf. „Na dann komm mal, Großer. Ausziehen kannst du dich aber allein oder soll ich dir helfen?“ Die Augen des Iren blitzen auf und er zog den Dunkelhaarigen hinter sich her ins Schlafzimmer. „Musst du nur sagen......oder lieber erst noch duschen, bevor du ins Bett willst?“ Fragend sah Cole unter seinem Pullover empor, den er gerade über den Kopf zog.

Gabriel brummelte vor sich hin und ließ sich ins Schlafzimmer schleifen. "Ich glaub, das krieg ich noch hin." Ächzend schälte er sich aus seinen Klamotten und warf sie auf einen Haufen ehe sich ins Bett verkrümelte. Damit war Colins Frage auch beantwortet "Ich dusch morgen mit Dir." stellte er blinzelnd fest und kuschelte sich in die Kissen.

Cole zog sich aus und schmunzelte, raffte die Klamotten zusammen und stopfte sie in die Schmutzwäschebox. „Ich komm gleich..“ sagte der Ire und verzog sich nackt in den Nassbereich, um sich zu erleichtern und die Hände zu waschen, eher er zu Gabe ins Bett kroch und sich wohlig seufzend an diesen schmiegte. „Hm...schön warm..“ schnurrte er und bettete den Kopf auf die Schulter des Dunkelhaarigen, legte einen Arm um dessen Taille. „Na dann schlaf mal schön...“

"Du auch, Schatz." Gabriel schlief ja schon halb. Trotzdem kuschelte er sich enger an Colin ran. Zufrieden schlief er dann kurze Zeit später auch wirklich ein.

Cole schlief keine 5 Minuten später ebenfalls tief und fest, der Tag war ja auch anstrengend gewesen.
Am nächsten Vormittag rief er wie versprochen Caitlean an und lud sie ein, mit ihnen zusammen nach Spanien zu fliegen.....als verspätetes Weihnachts- oder verfrühtes Geburtstagsgeschenk...wie immer man das auch sehen wollte. Ihren misstrauischen Unterton ignorierend redete Cole das Blaue vom Himmel herunter und sie willigte schließlich ein. Also machte man das letzte Maiwochenende als Treffpunkt auf dem Hamburger Flughafen aus, von da an wollten sie alle zusammen nach Spanien fliegen.
Der Ire war stolz auf sich und in einem Anfall von Größenwahn entschloss er sich gleich auch noch, seinen Golf auf den Schrottplatz zu bringen und bat Gabriel, mit ihm einen neuen Wagen auszusuchen...allerdings erst nach dem Urlaub.
Nun war es Freitag, der 30. Mai und Cole wanderte unruhig in der Flughalle auf und ab. In zwei Stunden sollte ihr Flieger nach Spanien starten und Caitleans Maschine war vor 20 Minuten gelandet.
"Mein Gott, was braucht sie denn so lange? Ob sie uns hängen lässt?" grummelte der Rothaarige vor sich hin und erschrak fast zu Tode, als er plötzlich einen Knuff bekam. "Idiot.. als ob ich schon jemals irgendwen hätte hängen lassen....mein Gepäck hat so lange gebraucht..." schlug ihm in schönstem Gälisch entgegen und er drehte sich um. Caitlean strahlte ihn an und Cole musste zwei Mal hinsehen, um sie zu erkennen. Sie hatte die Haare geschnitten, trug jetzt eine modische Kurzhaarfrisur, die sie erwachsener wirken ließ und ihre grünen Augen blitzen vor guter Laune. "Hallo Frosch.." begrüßte sie Cole und umarmte ihn, dann wandte sie sich Gabriel zu und umarmte auch diesen...allerdings etwas gemäßigter. Sie wollte ja nicht riskieren, das Cole schon hier und ohne Flugzeug in die Luft ging. "Hallo Schwiegercousin.." grinste sie.

Gabriel zuckte unwillkürlich zusammen, als er Catlean's Stimme hörte. "Hallo Cat." Der Anwalt lächelte in seiner ruhigen, gelassenen Art zu Colins Cousine runter und drückte sie leicht. "Wie war Dein Flug?" Dann fiel sein Blick auf Cat's Koffer. "Wir wollen nach Spanien und nicht in die Antarktis." kommentierte er das Ungetüm spöttisch.

Caitlean zog die Nase kraus und blitze Gabriel an. „Na hör mal...wenn ihr nicht soviel mitnehmen müsst, gut. Ihr seid Männer....obwohl ich mir bei dem Frosch..“ sie sah zu Cole und lächelte entwaffnend „ nicht so sicher bin, da sein Koffer auch nicht kleiner ist.“ Dann wandte sie sich wieder dem Dunkelhaarigen zu. „Aber ich bin eine Frau...und die müssen von haus aus auf viele Dinge vorbereitet sein.“
Cole runzelte die Stirn, als er sie hörte. „Ja sicher...auf eine neue Eiszeit wahrscheinlich..“ murmelte er, hielt sich dann aber zurück. In diesem Fall hatte seine Cousine den Nagel auf den Kopf getroffen...Cole nahm prinzipiell zuviel mit und machte sich auch schon sehr zu Gabes Leidwesen tage zuvor schon verrückt in Bezug aufs Kofferpacken.
„Wie komm ich eigentlich dazu, das mein geiziger Cousin mich einlädt? Hast du ihn umgedreht oder wolltest du, das ich mitkomme?“ fragte Cat Gabe dann mit einem Grinsen.