Breitgrinsend schüttelte Rafael den Kopf. "Ich hab mich für die bestandenen Prüfungen bedankt." gab er offen zu. "Ich bin auch einer der Christen, die immer nur dann zu ihm kommen wenn sie was brauchen." Religion spielte für ihn keine Hauptrolle, aber Rafael glaubte sehr wohl an eine höhere Instanz.

Caitlean erwiderte das Grinsen. „Da bist du nicht allein.“ Die Rothaarige warf noch einen Blick auf das Kreuz und wandte ihre Aufmerksamkeit dann wieder Rafael zu. „Aber man weiß, an wen man sich wenden kann, wenn man Zuspruch braucht...und wenn man sich bedanken will. Das tun viele andere gar nicht mehr.“ Sie fuhr sich durch die Haare. „Und nun? Gehen wir weiter? Was hast du als nächstes mit mir vor?“ sprudelte Cat dann heraus.

"Hmm ...." Rafael sah überlegend drein. "Wir könnten auf den Markt gehen." Schnell sah er auf seine Armbanduhr und nickte. "Wir könnten uns ein wenig was zu essen kaufen und uns dann eine Bucht zum Baden suchen. In etwa zwei Stunden wird es nämlich so heiß, da kannst nicht mehr herumlaufen."

„Das ist eine gute Idee....“ Caitlean sprang auf und schulterte ihre Tasche. „Wir gehen uns etwas Obst holen....und was zu trinken und dann ab ins Meer.“ Die Rothaarige strahlte und sah Rafe auffordernd an, hielt ihm ihre Hand hin, um ihn hochzuziehen.

Ein wenig überrascht von der Geste ließ Rafael sich hochziehen und nickte. "Ich habe aber keinen Sonnenschirm im Auto." meinte er leise, während sie die Kapelle verließen. "Wir müssen uns eine Bucht suchen, wo die Felswände Schatten spenden. Sonst sind wir schon in einer Stunde platt." Wieder hielt er ihr höflich die Autotür auf und schloss sie, als Caitlean eingestiegen war.

Caitlean nickte zustimmend. „Nicht nur platt, ich werde mich dann ungefähr 4 tage nicht mehr bewegen können, weil ich krebsrot bin. Ich hab zwar Sonnemilch eingepackt und bin nicht so sehr empfindlich wie andere Rothaarige....aber trotzdem. Zumindest meine Sommersprossen werden schön braun werden..“ grinste sie und bedankte sich bei Rafael für die Geste. Der Junge war ja ein richtiger Kavalier....das merkte man auf den ersten Blick gar nicht. Und Cat bedauerte, das sie so vorschnell ein Urteil gefällt hatte...aber das ließ sich ja noch revidieren. „Ich liebe Märkte...“ plapperte sie dann weiter. „Den Geruch, die Farben...und das Feilschen. Aber das geht hier ja leider nicht, weil ich kein Spanisch spreche..“

Wie Gabriel wurde auch Rafael sehr leicht braun. Sonnenbrand kannten sie eigentlich nicht. Und deswegen hatte er auch keine Sonnenmilch eingepackt. Er besaß so was gar nicht. "Na das wollen wir ja nicht." bemerkte er lächelnd zum Thema Sonnenbrand und fuhr dann los. "Wenn Du einmal wirklich früh aufstehen kannst, dann könnten wir zum Fischmarkt runter. Um die Uhrzeit, ist der schon aus. In der Hitze würde der frische Fisch ja auch verderben. Und das mit dem Feilschen kann ja ich übernehmen." bemerkte er grinsend. Runter ging es genau so langsam wie hoch. Die Serpentinen waren eben nicht zu unterschätzen.

Caitlean schob ihre Sonnenbrille auf die Nase und hielt sich fest....sie wollte nicht unbedingt auf Rafaels Schoß landen, obwohl sie nichts dagegen gehabt hätte. Nur leider musste der Spanier fahren und da kam das wohl nicht so gut und die Kurven hier waren nicht von schlechten Eltern.
„Fischmarkt? Ja gern...können wir ja mal alle zusammen grillen. Ich ess gern Fisch..“ nickte sie begeistert und ließ ihren Griff los, was zu Folge hatte, das sie doch kurz gegen Rafe bedrückt wurde. „Entschuldige...“ meinte sie mit leicht roten Wangen...das hatte jetzt wie Absicht ausgesehen...was musste der Dunkelhaarige jetzt wohl von ihr denken.

"Kein Problem." meinte Rafael ohne mit der Wimper zu zucken. Die unerwartete Berührung war ja nicht unangenehm. Inzwischen hatte er sich auch schon an Caitlean gewöhnt. Über den dreisten "Überfall" war er ja schon ein wenig sauer gewesen, aber auch er war kein nachtragender Mensch. "Wir können ja auf dem Rückweg noch ein paar Sachen einkaufen." meinte er dann. Die Serpentinen hörten nun wieder auf und langsam näherten sie sich wieder dem Ort. "Wenn ihr Fisch wollt, dann grillen wir den eben morgen. Und Cole soll mir seine Einkaufsliste mitgeben." Rafael grinste breit als er sich an die lange Liste erinnerte, die der Rotschopf gestern angefertigt hatte.

Caitlean warf Rafe einen Seitenblick zu. „Cole hat ne Liste geschrieben?“ fragte sie nach, sie hatte das gar nicht mitgekriegt....na ja, sie war ja auch auf der Terrasse gewesen. „Wenn wir auf dem Rückweg noch was einkaufen, dann kann ich heute Abend ja mal kochen....wenn mein Cousin mir freiwillig den Herd überlässt..“ meinte die Irin dann grinsend. „Er ist nämlich bestimmt der Meinung, ich würde uns heimtückisch vergiften.“ Sie sah zum Fenster hinaus und nun waren doch schon mehr Leute in den Straßen unterwegs als zuvor.

Der Dunkelhaarige nickte. "Gestern noch. Du kochst bestimmt genauso gut wie Cole." machte Rafael blinzelnd ein Kompliment. Und Cole kochte wirklich gut. Einmal hatten ihn Gabriel und Cole zum Essen eingeladen. Und es war selbstgekocht gewesen. Zweifelsfrei. Und Gabriel ließ ja sogar Wasser anbrennen. "Vermutlich sind die Zwei jetzt eh mal so sehr mit sich beschäftigt, dass sie gar nicht mitkriegen, dass wir weg sind ... und wenig was ist ja eh im Kühlschrank." Rafael fuhr in eine Seitengasse und suchte sich dann einen Parkplatz. Gefühlvoll parkte er ein und stellte den Motor dann ab.

„Danke....ich geb mit Mühe. Ich koche gern...kann ich meiner Großmutter ein bisschen was abnehmen.“ Caitlean schnallte sich ab und griff nach ihrer Tasche. „und solange wir nicht nachher in der Finca die Scherben aufsammeln und kitten müssen, dürfen die zwei sich gern mit sich selbst beschäftigen....ich habe keine Lust, meinen Cousin wieder als Häufchen Elend zu erleben..“ sagte die Rothaarige und schwang sich aus dem Wagen. „Und.....jetzt kaufen wir uns Obst...und vielleicht noch ein paar andere Leckerein..“ entschied sie und blinzelte Rafe über das Dach hinweg zu.

"Ich glaube nicht, dass wir am Abend eine rauchende Ruine vorfinden werden." feixte Rafael zurück und sperrte das Auto ab. "Na dann komm mal mit." Fast selbstverständlich hielt er Caitlean die Hand hin und führte sie dann die Gasse hinunter auf den Marktplatz. Der war ziemlich gut besucht. Allerdings waren es vorrangig Touristen. Einheimische gingen um die Tageszeit nicht einkaufen. Aber sie würden schon ein paar Leckereien finden.

Caitlean sah Rafael etwas kritisch an, musste dann aber lächeln. Der Spanier schien Optimist zu sein...na ja er würde seinen Bruder auch gut genug kennen. Cat jedoch kannte Cole und sie wusste, wie dieser drauf sein konnte....obwohl sich das schon sehr gebessert hatte, seit er mit Gabe zusammen war. Also beschloss sie, sich nicht weiter den Kopf zu zerbrechen...wozu auch. Sie wollte den Tag genießen und das schien mit Rafael richtig einfach zu sein. Auf dem Markt angekommen, rümpfte die Irin die Nase....Engländer. Die schlimmsten Touristen überhaupt....laut nervend und ständig unter Strom. „Hm...“ meinte sie leise zu Rafe. „Auf was hast du Lust? Melonen...Trauben...oder doch lieber Pfirsiche?“



Rafael lachte bei Caitleans Reaktion bezüglich der englischen Touristen. Die armen Kerle waren wirklich schon etwas zu lange in der Sonne gewesen. Die meisten von ihnen waren krebsrot. Und sie waren laut. Nervig.
"Also Pfirsiche sind in Ordnung und Melone auch." entschied er dann. "Dort drüben gibt es so einen kleinen Laden, wo wir ein paar Getränke herbekommen." Rafael zeigte auf ein unscheinbares Geschäft an einer Ecke des Marktplatzes.



„Gut....dann nehmen wir von jedem ein bisschen was mit...“ Caitlean überlegte und betrachtete das Obst auf dem Stand vor ihr. Dann folgte sie Rafaels Fingerzeig und nickte. „Zuerst dort hin? Ein paar Flaschen Wasser schaden sicher nichts..“ Die Rothaarige lächelte Rafe an und setzte sich in Bewegung. „Und vielleicht Schokolade?“ griente sie dann. „Zur allgemeinen Befriedigung sämtlicher Naschgelüste.“

"Schokolade? Bei der Hitze?" Rafael lachte abermals auf und schüttelte den Kopf. "Ich glaube nicht, dass wir daran noch viel Spaß hätten. In einer Stunde hätte sich die Tafel zu einer Schokoladensauce verwandelt. Der Dunkelhaarige führte Caitlean zu dem Laden und griff sich im Hineingehen einen kleinen Einkaufskorb. "Wenn Du unbedingt was naschen musst, dann nimm doch diese Kekse." Grinsend zog Rafael eine Tüte mit Nusskeksen aus einem Regal und zeigte es Caitlean. "Ist zwar keine Schokolade drinnen, aber sie sind sehr süß. Und sie sind auch aus der Region hier. Also kein Fabrikerzeugnis."

„Geschmolzene Schokolade kann auch sehr gut sein..“ widersprach Caitlean grinsend und betrachtete die Kekse, packte sie dann noch ein Päckchen in den Einkaufskorb. „Gut...dann werde ich meine Naschgelüste eben an den Keksen ausleben.“ Die Rothaarige sah sich um und deutete dann auf ein Regal. „Dort hinten gibt es Getränke, wenn ich das richtig sehe.“

Er konnte ein freches Grinsen nicht verhindern und nickte. "Ich würde aber was aus dem Kühlschrank dort nehmen." widersprach Rafael Caitlean. "Warm wird es früh genug." Er ging zu dem großen Kühlschrank und nahm zwei Flaschen Mineralwasser heraus.



„Okay...“ Caitlean nickte, den Kühlschrank hatte sie gar nicht gesehen. Sie folgte ihm und zückte ihren Geldbeutel. „Na dann noch ein bisschen Obst und wir sind gerüstet. Damit lässt sich ein Nachmittag am Strand aushalten....ah, da fällt mir ein...Zigaretten bräuchten wir auch noch.“ Die Rothaarige sah Rafael fragend an. „oder hast du noch genug, das du mir vielleicht ein oder zwei abtreten kannst?“

Das Päckchen Zigaretten war wie das Handy in der Seitentasche seiner Cargohose. Rafael tastete danach als Caitlean zahlte und nickte dann. "Ja, das reicht locker für uns beide. Ich glaube, ich hab sogar noch im Auto ein Päckchen herumliegen."

„Ich will dich nämlich nicht schädigen...“ sagte Caitlean und lächelte. „Man kann mir alles mögliche nachsagen, aber nicht, das ich schnorre..“ Die Rothaarige strich sich eine Strähne aus der Stirn und zog den Spanier zur Kasse. „Komm, ich möchte auf den Markt und dann schwimmen....möglichst weit weg von den englischen Touristen. Da muss man sich ja schämen, wenn man die gleiche Sprache spricht..“ sagte sie leise und zwinkerte dem Spanier zu.

"Ich denke, die paar Zigaretten kann ich verschmerzen." spöttelte Rafael und ging mit Caitlean dann über den Markt. "Was seid ihr doch für ein streitsüchtiges Volk." Der Dunkelhaarige lachte leise und zog Cat damit auf. "Immer diese Aversion gegen eure Nachbarn." Sie blieben an einem Obststand stehen und Rafael sah sich um. "Der Preis hier ist moderat." stellte er dann fest.

„Das hat mit streitsüchtig nichts zu tun..“ sagte Caitlean und betrachtete eine Melone, hob sie dann an und klopfte vorsichtig daran. „Die Engländer sind im Ausland eine Schande, sie benehmen sich unmöglich. Zu dem sind die Schotten und die Iren so oder so nicht gut auf das Empire zu sprechen.“ Sie nickte und reichte die Melone an Rafael weiter. „Die ist gut...“ sagte sie und sah sich dann nach Pfirsichen um.

Über Politik zu reden erschien Rafael wenig ratsam. Cat war zu streitsüchtig dazu und er wollte sich damit nicht den Tag versauen. "Na ja. Spanien besteht ja auch nur auf dem Papier." stellte er trocken fest und ließ sich dann von dem Verkäufer ein paar Pfirsiche einpacken.

„Ich bin so aufgewachsen....sogar bei uns in der Schule wurde darüber gesprochen. Aber es ist egal...welche Nationalität, unmögliche Leute gibt es überall.“ Caitlean lächelte den Sohn der Marktfrau, der vielleicht 18 war, freundlich an und er beeilte sich, die Früchte ein zu packen, während er das Lächeln zurückgab. „Nur wenn ich das so sehe, hier auf dem Markt, dann scheint die Aussage zu stimmen.“ Die Irin nahm dem Jungen die Tüte ab und freute sich, als er ihr, unter dem missbilligenden Blick seiner Mutter, noch einen Pfirsich extra gab, in den sie gleich genüsslich hineinbiss und sich den Saft von den Lippen leckte.

Rafael grinste gutmütig bei dem Geflirte und nahm Caitlean dann den Einkauf ab. "Du hast Recht. Eine schlechte Kinderstube kommt in jedem Land vor." Damit meinte er auch niemand Bestimmten. Langsam schlenderte er mit Cat über den Markt und führte sie dann zurück zum Auto. "Ich bin auch froh, dass ich so nie Urlaub mache. Also jetzt wirklich dort, wo die Touris rumlaufen. Die Finca ist echt ein toller Rückzugsort."

Caitlean winkte dem Jungen zu und folgte Rafael, dabei an ihrem Pfirsich kauend und dem Spanier ab und an einen Seitenblick zuwerfend. Ihr entging nicht, das er den Touristinnen auffiel und das machte sie ein wenig stolz...auch wenn sie nur so etwas wie Freunde waren.. immerhin ging sie an seiner Seite. Am Auto angekommen, warf sie den Stein ins nächste Gestrüpp und leckte sich die Finger ab, bevor sie einstieg. „Ja, da beneide ich euch auch drum. Ich mein, nicht das ich oft Urlaub mache...das geht mit den Pferden nicht. Das einzige, was ich ab und an tue ist, die Routen für die Wanderreiter abzureiten und mit den Bed and Breakfast Leuten Preise auszuhandeln. Wir haben zur Zeit jede Menge Deutsche, die so eine Art Urlaub machen wollen. Vielleicht lerne ich diese Sprache auch noch mal..“ lächelte sie dann, während sie sich anschnallte.

"Gabriel hat mal erwähnt, dass er so was gern machen würde." meinte Rafael und fuhr los. "Leider haben Cole und er ja im Moment ziemlich viel um die Ohren. Ich selbst hab das mal in Andalusien gemacht. War echt klasse. Allerdings kann man das nur im Herbst oder Frühling machen. Im Sommer ist es Tierquälerei." Er grinste und konzentrierte sich dann wieder auf den Verkehr.

„Nun, ich hoffe, das es bei den zwei auch mal klappt.....nachdem Großmutter schon ein Pferd für Gabriel hat.....“ Caitlean lachte leise. „Sie hält wirklich großer Stücke auf ihn.“ Sie sah aus dem Fenster und überlegte, dann meinte sie. „Komm doch mit....wenn Gabriel und Cole ihren Wanderritt machen, dann komm doch einfach mit. Allein mit den beiden wird mir bestimmt bald langweilig, die haben eh nur Augen füreinander.“

Der Dunkelhaarige sah kurz zu Cat und dann wieder auf die Strasse. "Ein Pferd?" fragte er verwundert nach. "Na wenn ich bis dahin nicht schon Arbeit gefunden habe, wieso nicht?" Ein kleines Lächeln umspielte seine Mundwinkel. "Ich weiss wie das ist, wenn die beiden um einen sind. Man könnte glauben, dass es nur sie beide gibt." Irgendwie fand er das ja auch rührend.

„Ja....Oma hat ein Pferd von einem Bekannten bekommen...er wandert aus nach Australien und kann das Tier nicht mitnehmen. Und jetzt steht der Wallach bei uns und Großmutter meinte, das er für die Wanderreiter viel zu schade ist. Also hat sie beschlossen, das es Gabriels Pferd werden wird, damit er auch eines hat, wenn er nach Irland kommt. Ich sag ja, sie hat einen Narren an ihm gefressen...wahrscheinlich ist sie ihm dankbar, das er Cole ruhiger werden ließ....aber am aller dankbarsten ist sie ihm wohl, das sich Colin wegen Gabe die Haare geschnitten hat. Das war ihr schon jahrelang ein Dorn im Auge. „ Cat lachte herzlich und sah Rafael an. „Ich würde mich freuen, wenn du kommst...dann zeig ich dir die Gegend und all die Plätze, die ich gern mag. Und die beiden anderen können jeden Heuboden unsicher machen, den sie finden..“ zwinkerte sie.

War denn das die Möglichkeit? Gabriel war wirklich unter einem Glückstern geboren. Na ja, oft schien es eben so. "Wow. Weiß mein Bruder schon was von dem Glück?" Als Cat den Heuboden erwähnte, lachte Rafael. "Ausgerechnet Gabe, der doch so heikel ist?"

„Nein...“ Caitlean schüttelte energisch den Kopf. „Großmutter hat sich das als Überraschung ausgedacht. Gabriel war so begeistert von den Pferden und das hat sie sich gemerkt.“ Die Rothaarige lehnte sich im Sitz zurück und zog ihr Bein an. Sie sah Rafael von unten herauf an: „Heikel? Als sie Weihnachten bei uns waren, hatten die beiden oft genug Heuhalme in den Haaren. Und ehrlich...die holt man sich nicht, wenn man bei einem Pferd in der Box steht....“ Die Rothaarige grinste über das ganze Gesicht. „Wahrscheinlich stört ihn in gewissen Situationen das Pieksen nicht besonders.“

Rafael warf Cat einen kurzen, nicht definierbaren Blick zu und brach dann in lautes Lachen aus. "Soso ...." Es dauerte, bis er sich wieder beruhigt hatte. Na da hatte er doch jetzt was in die Hand bekommen, mit dem er Gabriel aufziehen konnte. "Und wie ist das mit Dir?" fragte er dann frech und lenkte das Auto von der Strasse weg auf eine geschotterte Strasse, die zum Meer runterführte.

„Meine Kontakte mit Heu beschränken sich darauf, wenn Donas mal wieder meint, mich im Stallgang schubsen zu müssen, oder ich armes Mädchen raufgejagt werde, um Heu runterzuschaufeln.“ Caitlean lachte ebenfalls. „Sonst ist es Mangel an Gelegenheit....unsere Einstellpferde haben weibliche Besitzer, unsere Stallburschen sind jenseits von gut und böse oder verheiratet. Und die Jungs, die du in der Disko aufreißen kannst, ziehen weiche Kissen vor.....Stadtleute halt.“ Sie warf Rafael einen Blick zu und meinte dann leiser „Nun....was nicht ist, kann ja noch mal werden.“

Wieder lachte er auf. So ganz glaubte er ihr nicht. "Also mit Stroh und Heu kann ich nicht dienen, aber mit Sand. Viel Sand." Rafael bremste ab und ließ das Auto dann ausrollen. "Mal sehen, ob es Dir hier gefällt." sagte er schließlich und stellte den Motor ab. Vor ihnen breitete sich eine kleine Bucht aus. Das Wasser des Meeres war klar und die überhängenden Klippen spendeten ein wenig Schatten.

Caitlean grinste nur, sagte aber nichts dazu. Alles musste man ja auch nicht erzählen. Als Rafael anhielt, sah die Irin aus dem Fenster und strahlte. Gleich darauf schnallte sie sich ab und sprang förmlich aus dem Auto. „Oh, Rafael...das ist ja traumhaft..“ sagte sie begeistert. „Und so wie es aussieht, sind wir die einzigen hier...“ Sie funkelte den Spanier fröhlich an und beugte sich ins Auto, um nach der Decke und den Handtüchern zu fischen.

Schnell griff Rafael sich die Tasche und sperrte das Auto dann ab. "Na hoffentlich bleibt das auch." meinte er grinsend und bot Caitlean dann seine Hand. "Sonst wird das nichts mit ohne." Ein kleines, teuflisches Grinsen umspielte sein gebräuntes Gesicht und er sah Caitlean dabei direkt an.

Caitlean ergriff Rafes Hand. „Und warum sollte das nichts werden? Ich hab keinen Bikini mit...“ grinste sie. „Und du bist exhibitionistisch veranlagt, also macht dir das auch nichts aus.“ Sie lachte leise und zog den Spanier dann hinter sich her. „So lange die Polizei nicht kommt und uns wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses festnimmt...denn ich wäre mir nicht sicher, ob Gabriel uns herausholt.....so beschäftigt wie er ist.“

"Mein Bruder haut uns überall raus." gab Rafael im Brustton der Überzeugung zurück und grinste dann bei der Vorstellung. Er und Cat verhaftet .... Na ja. Hier würde wohl kaum jemand nach nackten Menschen suchen und es war ja auch keiner da, der sich aufregen konnte.
"Gehen wir da hinten in den Schatten." meinte er und nickte zum anderen Ende der Bucht. Dort waren sie auch geschützt vor eventuellen, neugierigen Blicken.

Caitlean streifte sich ihre Schuhe von den Füßen, band sie an den Schnürsenkeln zusammen und hängte sie über die Schulter. Dann seufzte sie zufrieden, der warme Sand zwischen den Zehen war angenehm. Die Irin folgte Rafaels Blick und nickte, zog ihn dann hinter sich her. „Ist für meinen Teint auf jeden Fall besser....ich will ja nicht aussehen wir ein Hummer..“ grinste sie über die Schulter hinweg.
Am hinteren Ende angekommen, breitete sie die Decke auf einem Schattenfleck aus und stellte den Einkauf ans obere Ende. Dann begann sie, sich ihr Top über den Kopf zu ziehen.

Natürlich verkniff er sich eine freche Bemerkung. Auch wenn es schwer fiel. Rafael warf schließlich die Tasche in den Sand und legte eine weitere Decke auf. Darüber kam dann noch das Badetuch. Ja, er war auch gelegentlich ein wenig pingelig.
Cat machte wohl wirklich ernst. Na ja, er war kein Feigling.
Rafael zog sich sein Shirt über den Kopf und warf es zur Tasche. Dann steifte er sich seine Schuhe ab und knöpfte sich die Cargohose auf. Kurz hielt er inne und zog sie dann mitsamt der Unterhose runter. Und so unansehnlich war er ja auch wieder nicht.
Er war etwas kräftiger als Gabriel gebaut, aber trotzdem schlank. Seine Haut war schon wirklich ziemlich gebräunt. Nahtlos. Auf der Finca lief er ja auch ohne rum. Vor allem bei den ominösen Partys von denen er erzählt hatte.
Im Gegensatz zu Gabriel war Rafael behaart. Er kam gar nicht auf den Gedanken den dunklen Haaren mit Schere, Rasierer und Wachs zu Leibe zu Rücken. Und so übermäßig war er ja auch nicht behaart. Seine Bauchmuskulatur war leicht definiert und vom Bauchnabel zog sich ein schmaler Haarstreifen hinunter in den Schritt. Auch auf der Brust fanden sich schwarze Haare, auf dem Rücken zum Glück nicht.

Caitlean warf ihr Top auf die Decke. Drunter trug sie einen pfirsichfarbenen BH, der mit Mohnblumen bestickt war...ihre Lieblingsblumen. Ohne zu zögern entledigte sie sich auch dieses Kleidungsstücks und widmete sich dann ohne Scheu ihrer Shorts. Dabei riskierte sie einen kurzen Blick zu Rafael, der Spanier sah verdammt gut aus.....eigentlich genau ihr Typ. Ihre Haut im Gegensatz zu seiner war hell wie Sahne, mit vereinzelten Sommersprossen . Cat ließ die Shorts fallen, streifet dann ihr Höschen ab, das zum BH passte,.
Sie war nur sehr spärlich behaart......und an ihrem Schamhaar konnte man auch genau sehen, das sie eine echte Rothaarige war. Ihre Beine waren lang und schlank, aber nicht dünn, was vom reiten kam. Alles in allem war sie zufrieden mit ihrer Figur.
Mit einem abschließenden Blick auf Rafael und einem Lächeln, drehte sie sich herum und lief aufs Wasser zu. „Komm......“ rief die Irin über die Schulter hinweg.

Rafael atmete geräuschvoll aus, als er Caitlean schließlich in ihrer ganzen Nacktheit wahrnahm. Er hatte sie ja schon im Bikini gesehen, aber das war echt nur ... wow. Fast wurde er verlegen als sein Blick auf ihre Brüste fiel. Nicht zuviel, aber auch nicht zu wenig. Sogar da hatte sie ein paar Sommersprossen. Niedlich eigentlich. "Ähm ... ja." Was war er doch für ein Idiot. Rafael lief Caitlean nach zum Wasser und tauchte dann auch gleich ein. Das Wasser war warm, aber nicht so warm wie oben im Pool. Und das war auch gut so. So regte sich auch nichts, was sich doch nicht regen sollte. Das wäre dann doch zu peinlich.

Caitlean hatte Rafaels Blicke bemerkt, und entgegen ihrer sonstigen Art wurde sie verlegen. Und um das zu überspielen, war sie auch zum Wasser gelaufen. Im Gegensatz zu dem Spanier tauchte sie aber gemächlicher ein, tauchte dann unter und kam prustend wieder hoch, wischte sich das Wasser aus den Augen. In diesem Moment war sie froh, eine Frau zu sein, denn ihr sah man das leichte Kribbeln im Unterleib beim Anblick von Rafes Körper nicht an. „Das Wasser ist herrlich...“ lächelte die Rothaarige und schwamm ein paar Züge.

"Und auch ganz sauber." Rafael wischte sich die Haare aus dem Gesicht und schwamm auch ein wenig raus aufs Meer. "Mir graust vor nix mehr, als vor diesen richtigen Touri-Stränden. Was da an Sonnenöl ins Wasser läuft, ist ja schon mit einer mittleren Tankerkatastrophe vergleichbar." feixte er prustend. Er zwang sich, Cat nur ins Gesicht zu sehen. Und nicht auf den Hintern oder sonst wo hin. Zu sehen gab es ja genug. Leider ... irgendwie.

Caitlean lachte und nickte zustimmend. „Aber es ist eben auch nicht jeder in der glücklichen Lage, deine Hautfarbe zu haben. Ich würde einen Mord begehen für so einen Teint....die Farben die ich dann alle tragen könnte...“ seufzte sie übertrieben, um gleich darauf wieder zu lachen. „Ich glaube, das würde nicht zu mir passen.“ Die Irin machte sich lang und begann zu kraulen......machte ein wenig Tempo, um dann wieder ruhiger zu werden und sich treiben zu lassen. Zu dicht bei Rafael machte sie kribbelig.....und da half auch das kühle Wasser nichts.

Rafael grinste. Also er fand Cat genauso richtig. Aber das konnte er ihr doch nicht so direkt sagen. Das war dann ja schon eine Anmache. "Na vielleicht kriegst Du ja ein wenig Farbe ab." meinte er dann gutmütig. "Aber immer brav im Schatten bleiben. Gabe reißt mir den Kopf ab, wenn ich Dich korallenrot zurückbringe."

„Nun, wenn du das verhindern willst, dann musst du mir nachher bitte den Rücken eincremen..“ sagte Caitlean und wandte den Kopf dann wieder ab. Welcher Teufel ritt sie denn da? Rafes Hände auf ihrer Haut und sie bezweifelte, das sie dann besonders ruhig bleiben würde. Wobei ich nicht glaube, das er dir den Kopf runterreißen würde....ist ja meine Schuld, wenn ich zu unvernünftig bin.“

"Mach ich doch gern." erwiderte er prompt. Tja warm hin oder her. Allein bei der Vorstellung rührte sich was in seinem Schritt. Mist. Schnell intensivierte er seine Tempi. "Er wirds tun. Glaub mir. Ich kenn ihn ein wenig besser. Ich kann ihn jetzt schon meckern hören." Rafael gluckste. Er konnte sich das wirklich schon bildlich vorstellen.

„Du bist doch nicht mein Babysitter...“ Caitlean lachte leise. „Ich bin 24 Jahre alt und durchaus in der Lage, mich selbst in die Scheiße zu reiten..“ Sie schwamm nun wieder gemächlich und ließ sich von den Wellen an den Strand zurück tragen. Im flacheren Teil angekommen, legte sie sich hin, stützte sich auf die Unterarme und genoss die Wellen, die sie umspülten. „Noch geht’s.......ich hab mich eingecremt, bevor wir gegangen sind.“

"Trotzdem. Du kennst doch Gabriel ein wenig." Also auf den Rücken konnte er sich jetzt keinesfalls legen. Rafael legte sich auf den Bauch und verschränkte seine Arme vor dem Kopf. "Du solltest die Sonne aber wirklich nicht unterschätzen." meinte er und sah Cat wieder nur ins Gesicht. Er konnte sich schon vorstellen, wie geil es aussah .... Die nackte, hübsche Frau so halb im Wasser. "Wir waren vorigen Frühling mit meinem Vater hier und er hat prompt einen Sonnenbrand bekommen. In den ersten zwei Tagen."

Caitlean drehte sich, legte sich nun auch auf den Bauch und wandte den Kopf, um Rafael ansehen zu können. „Dein Vater? Der ist wohl auch eher ein heller Typ , oder? Cole hat nur mal erzählt, das eure Mutter Spanierin ist und euer Vater Deutscher.“ Sie sah dem Schwarzhaarigen in die Augen, die fast die gleiche Farbe hatten wie das Wasser. „Aber du hast recht....ich werde mich gleich in den Schatten verziehen.....nur noch ein wenig Wasser.“

Ihre Rückseite war genauso reizvoll wie ihre Vorderseite. Ächz. "Na ja. Er ist ein typischer Norddeutscher. Sehr blass und er kriegt auch nur schwer Farbe." Rafael zuckte mit den Schultern. "Also äußerlich sind wir alle drei unserem Vater sehr ähnlich. Milli und ich sind auch eher so wie Inez. Gabriel da wieder eher Papa. Ruhig, gelassen ... neben denen zwei kann auch eine Handgranate hochgehen und sie unterhalten sich ganz locker weiter über die Bundesliga oder irgendeinen anderen Kram."

Caitlean musste sich zusammenreißen, um nicht zu ungeniert auf Rafes Hinterteil zu starren, das wirklich sehr ansehnlich war. Und sie hatte schon von jeher eine Schwäche für diesen Körperteil eines Mannes gehabt.
Bei Rafes Schilderung von Gabe musste sie lachen. „Ja. .so ähnlich habe ich mir das gedacht. Immer ruhig, er verliert nie die Kontenanz......ganz im Gegensatz zu Colin. Obwohl ich sagen muss, er ist sehr, sehr viel ruhiger als früher. Zu Schulzeiten musste ihn nur einer schief ansehen und er ist explodiert. Und keiner wie Cole verstand es, eine harmlose Kabbelei zu einer Prügelei aufzublasen.“

"Naja. Ich denke schon, dass er ein wenig was vom Temperament meiner Mutter geerbt hat." schränkte Rafael ein. "Allerdings muss man ihn wirklich schon ziemlich provozieren, dass er sich gehen lässt. Er ist so ein richtiger Gutmensch. Gabriel will immer alles richtig machen und .... ich weiß nicht .... Cole ist ein echt netter Kerl und ich mag ihn auch sehr. Ich bin froh, dass sie sich getroffen haben. Sie passen wirklich gut zusammen ..."

„Ja, das tun sie wirklich.....sie ergänzen sich. Deswegen habe ich das ganze Theater von Cole gestern abgrundtief gehasst. Ich weiß zwar, wieso er so reagiert hat, aber wenn er was trinkt, fällt er in alte Verhaltensmuster.......und das regt mich auf.......weil er damit Leute verletzt, die ihn lieben.“ Caitlean schüttelte den Kopf und baumelte mit den Beinen. „Und Gabriel......Gabriel ist ein Schatz. Das wusste ich schon, als ich ihn das erste Mal getroffen habe.“ Sie sah Rafe erneut in die Augen. „Und du? Du bist eher der temperamentvolle Typ, hab ich recht?“



Rafael lächelte hintergründig und ließ ein wenig Sand durch seine Finger laufen. "Gabriel ist kein Schatz. Er ist ein Mann aus Fleisch und Blut. Mit seinen Stärken und Schwächen. Es wäre unfair ihn auf ein Podest zu heben, auf das er gar nicht rauf will. Und jeder von uns hat eine Leiche im Keller versteckt." Cat wusste etwas von Cole und er von Gabriel. Es war auch gut so, dass sie sich gegenseitig nicht darüber erzählten. Cole und Gabe würden kaum erfreut über Offenbarungen sein. Das ging sie wirklich nichts an.

"Ich bin impulsiver." gab er zu. "Ich nehme Vieles sicher persönlicher als Gabriel es jemals tun würde. Manchmal wäre ich gern so ruhig und manchmal so kalt wie mein Bruder. Aber das liegt mir nicht. Ich kann mich auch nicht verbiegen." Einige Augenblicke erwiderte er Cat's intensiven Blick und sah dann wieder zu den Felsvorsprüngen.

„Nun, davon weiß ich nichts und will es auch nicht wissen....für mich ist er ein Schatz. Das heißt aber nicht, das ich ihn auf Podest heben will.. dafür ist er mir dann manchmal doch zu fies..und zu schwer wäre er mir auch.“ Caitlean grinste und stützte den Kopf auf eine Hand. „Ich kann es mir vorstellen, Rafael...ich kann mich auch nur schwer verbiegen.. vielleicht, weil ich es auch nie musste. Ich hab ne große Klappe....und ich bilde mir manchmal zu vorschnell Meinungen über Leute....und ich bin verdammt frech. Aber das bin ich...“ Die Rothaarige erhob sich und sah zu Rafael hinunter. „Ich glaube, ich geh mal lieber in den Schatten....so langsam wird’s heiß auf der Haut..“

Rafael nickte. "Ich komm gleich nach." Als Caitlean zurück in den Schatten ging, sah er ihr auch nicht nach. Der Dunkelhaarige drehte sich auf den Rücken und sah hinaus aufs Meer.
Es war schon komisch. Gestern hätte er sie noch am liebsten erwürgt, heute verbrachte er mit Caitlean einen Tag am Meer. Rafael redete sich ein, dass er das sowieso nur um Gabriel's Willen tat. Nach einigen Minuten sah er an sich runter. Na ja. Was wollte er tun. Sein Freund hatte eben ein Eigenleben. Munter war er, aber zum Glück nicht auf extrem auffällige Art. Schließlich erhob Rafael sich auf und schlenderte zurück in den Schatten, wo Caitlean es sich schon bequem gemacht hatte.

Caitlean stapfte durch den Sand zurück zu ihrem Handtuch, schnappte es sich und trocknete sich ab Dabei beobachtete sie Rafael und seufzte leise. Er war nett, er sah gut aus...und sie hatte es versaut, indem sie ihm gleich am ersten Tag ihre schlechteste Seite gezeigt hatte. Schade eigentlich....er verhielt sich wie ein Freund . obwohl er schon geguckt hatte. Cat legte sich auf die Decke, auf den Bauch und legte den Kopf auf die Arme. Als Rafael zurückkam, sah sie ihm entgegen und konnte sich ein Schmunzeln grade noch so verkneifen. Anscheinend hatte sie doch ein wenig Eindruck hinterlassen.....zumindest was sie so sehen konnte, als sich ihr Blick in Rafaels Schritt verirrte. Gleich darauf sah sie aber wieder auf.....das gehörte sich nun ganz und gar nicht.

Natürlich hatte sie Eindruck gemacht. Und das nicht zu knapp. Kaum kam Rafael näher, erhöhte sich der Druck auch noch ein wenig. Er war entsetzt über so wenig Selbstbeherrschung. Na ja. Er war auch nur ein Mann und Männer dachten eben dauernd an Sex. Oder zumindest daran sich zu erleichtern. Und so ein alter Tattergreis war er ja auch noch nicht. Caitlean's Blick war aber auch nicht gerade hilfreich. Rafael konnte es richtig spüren, wie ein wenig mehr Blut aus seiner Hirnregion nach unten in seine Männlichkeit strömte.

"Und was würdest Du heute kochen?" versuchte er ein wirklich unverfängliches Thema zu finden und legte sich neben Caitlean. Natürlich auf den Bauch, auch wenn es etwas unangenehm in seiner Lendengegend zog. Rafael angelte nach seinen Zigaretten und bot Cat eine an.

Caitlean versuchte krampfhaft, Rafael ins Gesicht zu sehen und nicht seinen Körper zu taxieren, was ihr ehrlich gesagt schwer fiel. Der Mann sah einfach verboten gut aus und unterschied sich ziemlich von den Männern, die sie bisher so kennen gelernt hatte. Sie lächelte dankbar und nahm sich eine Zigarette, froh, das der Spanier ein unverfängliches Thema angeschnitten hatte. „Hm...was isst du denn gern? Ich würde mich gern für den schönen Tag revanchieren..“ begann sie dann. /Ich würde mich auch anders revanchieren/ schoss ihr plötzlich durch den Kopf und sie bekam rote Ohren.

Rafael zuckte leicht mit den Schultern. "Ich bin unkompliziert. Nicht so heikel wie Gabe." spottete er mit seiner dunklen, samtigen Stimme. "Aber es soll ja auch den anderen schmecken. Also vergessen wir mal dieses Muschelzeug, sonst kotzt uns Gabriel noch in den Teller." Er wich ihrem Blick völlig aus, auch wenn er ihre Blicke auf sich spürte. "Vielleicht was Leichtes mit Hühnerfleisch. Das mögen Gabe und Cole auch." Er war ja nur der Grillmeister.

Caitlean blies den Rauch ihrer Zigarette in die Luft und überlegte. „Hühnerfleisch.......ja okay, da fällt mir was ein. Ein bisschen mit Gemüse dünsten und Reis dazu...etwas Salat...das ist doch nicht schlecht oder?“ Sie wandte den Kopf und sah Rafael an „Dann müssen wir nachher nur noch ein bisschen was einkaufen. Und Muscheln...das können wir ja mal essen, wenn wir allein unterwegs sind, wenn du das magst.“ Cat räusperte sich , „Na ja, wenn du nochmal was mit mir unternehmen willst..“

Unwillkürlich verzog Rafael das Gesicht und sah dann wieder zu Cat. "Ich muss Dir was gestehen. Ich mag auch keine Muscheln." Dann lachte er auf und sein ganzer Körper schien bei dem Lachen zu vibrieren. "Mir graut genauso davor wie Gabriel. Aber Dein Vorschlag klingt gut, Cat. Wir können gern nochmal was miteinander unternehmen und unsere Turteltauben ihrem eigenen Schicksal überlassen."

Caitlean sah ihn erst verblüfft an, stimmte dann aber auch in das Gelächter mit ein. „Mein Lieblingsessen ist es auch nicht....dann lieber was anderes.“ Sie drückte ihre Zigarette aus und legte sich wieder hin, drehte den Kopf so, das sie Rafe im Blick hatte. „Wir könnten zusammen essen gehen....oder nochmal schwimmen.....oder wir gehen allein in die Disco, ohne die beiden. Mir ist es gleich....ich bin gern mit dir unterwegs...“ gab sie dann zu.

Rafael hatte auch schon ausgedämpft, spielte aber noch immer mit dem Zigarettenstummel herum. "Das klingt alles gut." sagte er dann und sah Cat direkt in die Augen. Sie hatte wunderschöne Augen. Und das wusste sie bestimmt. /Idiot./ "Also in die Disco nehm ich das nächste mal weder Gabe noch Cole mit." meinte er dann ein wenig nüchtern und brach den Blick wieder. "Aber der Ausflug mit Dir heute ... hat was für sich." gab er dann auch blinzelnd zu und schnippte den Stummel weg.

„Danke....“ Caitlean wurde verlegen und das passierte ihr auch so gut wie nie. Aber Rafe schaffte das ohne weiteres und das nicht nur, weil er nackt neben ihr lag. Aber sie wandte den Blick nicht ab, das Blau seiner Augen war der pure Wahnsinn.....wie das Meer. Und das er gut aussah wusste er sicher auch ganz genau. „Ich bin auch dafür, das wir die beiden zu Hause lassen....da können sie dann schreien und lachen soviel sie wollen und keiner hörts.“ Setzte sie trocken hinzu. „Und Streit gibt’s auch keinen.....und dann können wir beide nochmal tanzen. Das hat Spaß gemacht..“ lächelte die Rothaarige dann.